Der Ärger kommt nicht etwa aus den Reihen von Irchenrieths Bürgermeister Josef Hammers CSU, vielmehr fand SPD-Gemeinderätin Gabriele Hübner deutliche Worte zum Thema Wasserversorgung. "Da beschäftigen wir uns im Gemeinderat in öffentlicher Sitzung seit Wochen mit der Verbesserung der Wasserversorgung und bringen die zum Abschluss, während andere in der Gemeinde hausieren gehen, dass sie sich um die Wasserversorgung kümmern werden", empörte sie sich bei der Gemeinderatssitzung.
Letzter Etat für Josef Hammer
Vorher hatte Bürgermeister Hammer für die 1,8 Kilometer lange Hauptleitung von der Landrat-Christian-Kreuzer-Straße bis zum Anschlusspunkt beim HPZ das von der Aumer in Wörth an der Donau kommende wirtschaftlichste Gebot mit 898.477 Euro vorgelegt. Diesem wurde bei der Sitzung auch entsprochen. Weiter Straßenbauarbeiten wurden für das Baugebiet Irchenrieth-Mitte für 116.400 Euro und im Eichenweg für 321.76 Euro jeweils an die Firma Strabag vergeben.
Für Bürgermeister Josef Hammer war es nach 18 Jahren der letzte Haushalt, ab 1. Mai ist sein Sohn Michael Bürgermeister. Die Kämmerin der Verwaltungsgemeinschaft Schirmitz, Denise Spickenreuther, legte den Gemeinderäten das Zahlenwerk vor. Das Gesamtvolumen des Haushalts von 6.532.659 Euro gliedert sich in 4.389.929 Euro im Verwaltungshaushalt und 2.142.730 Euro im Vermögenshaushalt. Bei der Grundsteuer fällt aufgrund der Baugebiete ein Anstieg auf 147.500 Euro auf. Der Anteil der Gemeinde an der Einkommensteuer liegt bei 1,2 Millionen Euro.
Die zu erwartenden Gewerbesteuer-Einnahmen setzte die Verwaltung vorsichtig mit 300.000 Euro an. Im Vergleich dazu die Summe aus dem Jahr 2025: 731.000 Euro. Die Schlüsselzuweisungen steigen etwas auf 616.428 Euro. An Einkommensteuer-Ersatzleistungen bekommt die Kommune 90.000 Euro. Der Bedarf für die Feuerwehr ist mit 37.000 Euro angesetzt. Als Schulumlage fallen an die Gemeinde Bechtsrieth für die Grundschule 101.000 Euro und für die Mittelschule Pirk 27.900 Euro an. Für die Abwasserentsorgung muss sich die Gemeinde mit 97.165 Euro am Abwasserzweckverband beteiligen. Die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft Schirmitz beträgt 321.500 Euro.
Viel Geld fließt in die Kitas
In die Kindertageseinrichtungen fließen 822.000 Euro bei einem Staatszuschuss von 525.287 Euro. Hinzu kommen Betriebskosten-Anteile von 40.000 Euro für den Kindergarten St. Otto und 35.000 Euro für die Krippe Grisu. Bei den Baumaßnahmen stehen für den Umbau des alten Feuerwehrhauses zur Krippe noch 42.000 Euro im Plan. In der Umsetzung befindet sich das Baugebiet Gleitsweg. Dafür sind Einnahmen von 72.600 Euro (vor allem für Grundverkauf) und 361.000 Euro für die Erschließung angesetzt.
Für die Kanalsanierung fallen zum Vorjahr noch 125.000 Euro an und für die Sanierung der Wasserleitung, die heuer anläuft, sind es 816.000 Euro bei einer Förderung von 309.000 Euro. Mit 1.011.817 Euro muss die Gemeinde heuer 93.300 Euro mehr als im Vorjahr an den Landkreis als Umlage abführen. Die Kommune schaut auch in die Zukunft und setzt im Haushalt 400.000 Euro für den Ankauf von Grundstücken an. Alles positiv in Irchenrieth, so dass man aus dem normalen Haushalt noch 446.225 Euro dem Vermögenshaushalt für Investitionen zuführen kann. Schulden? Gibt es nicht, Irchenrieth liegt bei "Null".



















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