27.03.2019 - 11:29 Uhr
IrchenriethOberpfalz

Irchenrieth investiert groß

Der Haushalt 2019 der Gemeinde Irchenrieth weist Investitionen von 2,44 Millionen Euro aus. Dazu kommen eine Million Haushaltsreste aus dem Vorjahr, die bereits eingestellt und noch nicht abgerufen wurden. Ohne Kredit.

Der Gleitsbach wird renaturiert und links ist bereits mit dem Bau des Feuerwehrhauses begonnen. Die Gelder hierfür sind im Haushalt bereit.
von Ernst FrischholzProfil

"Insgesamt schließt der Verwaltungshaushalt mit 2.642.971 Euro und der Vermögenshaushalt mit 2.444.100 Euro für dieses Jahr. Das ist ein Gesamtvolumen von 5.087.071 Euro und damit eine Steigerung zum Vorjahr von 1.138.681 Euro." So leitete der Kämmerer der VG-Schirmitz Sven Lederer die Präsentation des Zahlenwerks in der Gemeinderatssitzung ein.

Im Verwaltungshaushalt fallen 36.900 Euro Schulumlage für 50 Schüler an der Grundschule Bechtsrieth und 25.800 Euro Umlage für neun Schüler an der Hauptschule Pirk an. Der Staatszuschuss (247.000 Euro) und Gemeindeanteil für den Kindergarten belaufen sich auf 455.000 Euro plus 25.000 Euro Betriebskostenanteil. Die Umlage an den Landkreis ist auf 521.992 Euro angestiegen. An die Verwaltungsgemeinschaft Schirmitz sind 206.456 Euro abzuführen. Bei den Einnahmen ist die Grundsteuer B auf 86.300 Euro gestiegen. Die Gewerbesteuer liegt bei 200.000 Euro. Weiter angestiegen ist der Anteil an der Einkommensteuer auf 800.000 Euro. Erhöht haben sich auch die Schlüsselzuweisungen des Landes auf 450.000 Euro.

Der Betrag, der bei den laufenden Ausgaben nicht benötigt wird, ist dem Vermögenshaushalt für Investitionen zuzuführen. Das sind 410.676 Euro. Bei den Neuinvestitionen des Vermögenshaushalts sind 17.382 Euro an Ausrüstung und Schutzanzügen für die Feuerwehr enthalten. Für den Feuerwehrhausbau stehen aus dem Vorjahr, weil nicht begonnen werden konnte, 280.000 Euro und für dieses Jahr zusätzlich 246.000 Euro zur Verfügung. An Förderung erhält die Gemeinde für heuer 90.000 Euro. Das verzögerte Feuerwehrhaus verzögerte auch den Ankauf der Feuerwehrfahrzeuge. Mit 230.000 Euro sind die beiden Bauhofhallen am Feuerwehrhaus eingebucht. So hat man aus dem Vorjahr für heuer die 210.000 Euro noch flüssig.

Für die Renaturierung des Gleitsbaches stehen durch den verzögerten Feuerwehrhausbau ebenfalls noch Restgelder von 160.000 Euro und in diesem Jahr 40.000 Euro im Haushalt. Für die Erweiterung des Kindergartens für 542.000 Euro ergibt sich nach Abzug der Förderung ein Gemeindeanteil von 240.000 Euro. Für die Bewässerungsanlage des DJK-Sportplatzes sind 30.000 Euro vorgesehen.

Für das Baugebiet „Irchenrieth Mitte“ läuft noch ein Normenkontrollverfahren. Vorausschauend hat die Gemeinde aber für heuer die erforderlichen Mittel eingestellt. Das sind 1,6 Millionen Euro, die sich durch 1,5 Millionen Euro aus Grundverkauf und Erschließungsbeiträgen fast decken. Die Gemeinde hat aktuell noch 10.033 Euro Schulden, was eine Pro-Kopf-Verschuldung von 6,70 Euro bedeutet. Im Gegensatz dazu hat Irchenrieth aber 446.441 Euro in den Rücklagen. Bürgermeister Josef Hammer stellte fest, dass dieser Haushalt die Entwicklung der Gemeinde widerspiegelt. Er sei das Ergebnis guter Zusammenarbeit im Gemeinderat. "Wir blockieren uns nicht gegenseitig", so die lobenden Worte an das Gremium.

Mit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses ist bereits begonnen. 526.000 Euro sind hierfür heuer im Haushalt abrufbar.

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