30.06.2021 - 13:45 Uhr
IrchenriethOberpfalz

Irchenrieth: Solarpark mit Einschränkungen

Die Gemeinde steht zu einem „Solarpark Irchenrieth“. Das macht Bürgermeister Josef Hammer deutlich. Ebenso aber auch, dass die Kommune bei der Erstellung des Bebauungsplans ein gewichtiges Wort mitredet.

An der Straße von der B22 nach Bechtsrieth erstreckt sich das Gebiet für den geplanten Solarpark, beginnend beim Busch am Ende der Leitplanken dann Richtung Bechtsrieth auf einer Fläche von 4,2 Hektar.
von Ernst FrischholzProfil

Eine Gruppe von Investoren möchte oberhalb der Gemeindeverbindungsstraße nach Bechtsrieth auf einer Fläche von 4,2 Hektar einen Solarpark errichten. Um der Gemeinde Kosten zu sparen, erklärte man sich bereit, einen notwendigen Bebauungsplan zu erstellen. Diesen legte nun im Entwurf Bürgermeister Josef Hammer den Gemeinderäten vor. Mit den Textfestsetzungen war Hammer nicht immer einverstanden, da manches Auslegungssache sei. Besonders widerstrebte Hammer, dass die Anzahl der Module nicht angegeben sei. Er werde keine im Plan eingezeichnete Fläche akzeptieren, auf der dann wahllos Module errichtet werden.

Ist die Eingrünung ausreichend oder nicht? Man verankert ganz klar, dass diese wegen der Einsehbarkeit durchgehend sein muss. Die Umzäunung mit einem zwei Meter hohen und am Boden 15 Zentimeter offenen Zaun in Grün wurde für gut befunden. Noch nicht geklärt ist, ob man einen Umfahrungsweg für die Feuerwehr braucht und wie breit der sein muss. Für hinterliegende Waldgrundstücke wird ein Durchfahrtsweg angelegt. Die Waldbesitzer bekommen für das Tor einen Schlüssel. Mit denen ist auch eine Vereinbarung abzuschließen.

Neben einem Umweltbericht ist zudem ein erstelltes Blendgutachten Teil des Bebauungsplans. Dem Gemeinderat waren da Aussagen „im Großen und Ganzen“ nicht direkt genug. Ganz klar legt man Wert darauf, dass eine Blendwirkung auszuschließen ist. Aber weil dieses ja die Bundesstraße 22 betrifft, wird sich die Straßenbaubehörde sicherlich genauestens damit auseinander setzen. Für die Häuser in Irchenrieth wird eine Blendwirkung klar ausgeschlossen. Sämtliche in der Sitzung diskutierten Textänderungen werden nun in den Bebauungsplan eingearbeitet und in der nächsten Gemeinderatssitzung per Billigungs- und Auslegungsbeschluss zur Beteiligung der Öffentlichkeit ausgelegt. Auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien nach der Sitzung bei den anwesenden Vorhabenträgern wurde erklärt, dass man im Frühjahr 2022 mit dem Solarpark ans Netz gehen möchte.

Bei Sturm, Gewitter oder Temperaturen unter minus zehn Grad weicht der kürzlich in Betrieb gegangene Waldkindergarten in den Turnraum des DJK-Sportzentrums aus. Der Gemeinderat stimmte einer Nutzungsänderung zu. Ebenso votierte das Gremium dafür, dass der ehemalige Mutter-Kind-Raum im Jugendzentrum für den Kindergarten St. Otto als Ausweichraum dienen kann.

Auch Luhe-Wildenau plant einen neuen Solarpark

Luhe-Wildenau
Hintergrund:

Neuer Solarpark

  • auf 4,2 Hektar Fläche an Straße nach Bechtsrieth
  • soll im Frühjahr 2022 ans Netz gehen

 

 

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