Auch nach einem Jahrzehnt bleibt das Bayer3-Dorffest in Knetzgau unvergessen. Darüber sind sich Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus und Irchenrieths Gemeindechef Josef Hammer einig. Am Samstagnachmittag hatten die Irchenriether eine Revanche vorbereitet, der sich die Gäste aus Knetzgau stellen mussten - etwas rustikaler und sportlich, als vor dem Radioduell vor zehn Jahren.
Die Knetzgauer, die mit zwei Bussen zu dem Jubiläumstreffen angereist waren, mussten sich einem „Spiel ohne Grenzen“ stellen. "Damit wollen wir dieses unvergessene Erlebnis und den Beginn einer Freundschaft wieder aufleben lassen", kündigte Bürgermeister Josef Hammer den Gästen an, als er sie im neuen Feuerwehrhaus begrüßte.
Sein Knetzgauer Kollege Stefan Paulus betätigte sich erst einmal als Übersetzer von Hammers Oberpfalz-Slang für seine Bürgerinnen und Bürger. "Josef, du hast mir deine tolle Idee näher gebracht, als du mir dieses Treffen nach zehn Jahren vorgeschlagen hast", sagte Paulus zu Hammer. Unvergessen sei das damalige Dorffest geblieben. "Euer Einzug und Auftritt bleibt ebenso in Erinnerung in unserer Bevölkerung wie FC-Bayern-Chef Uli Höneß, der mit hochrotem Kopf damals seine eigenen Bratwürste grillte." Das habe zusammengeschweißt, so Paulus.
Viele Besuche und selbst einer in der Gedenkstätte in Flossenbürg, in der auch Knetzgauer bis 1945 einsaßen, hätten ohne offizielle Unterschrift auf einer Urkunde den Pakt untermauert.
Moderator Günther Wolfrum kündigte auf dem „Kampfplatz“ die Disziplinen an. Die Teams seien erst kurz vorher ausgesucht wurden, und es gebe keinen Heimvorteil. Aufgaben waren Skilanglauf mit einem Team auf den Brettern, der Bierkastenlauf und der Staffellauf mit einem Becher Wasser, der abschließend gemessen wurde.
Absoluter Hammer war das Dosenwerfen mit der Alko-Brille, die man von der Polizeiinspektion Vohenstrauß bekommen hatte. Treffer waren nur Zufälle. Die meisten warfen in die Wiese. Die Brille simulierte 1,3 Promille. "So besoffen war ich in meinem Leben noch nicht, wie ich mich hier gefühlt habe", resümierte eine junge Knetzgauerin. Am Ende setzten sich die Irchenriether mit 7:4 Punkten bei den Wettbewerben durch. Das abschließende Match „Bürgermeister gegen Bürgermeister“ mit vier Fragen, entschied Knetzgaus Bürgermeister Paulus, damit Endstand 9:7 für Irchenrieth, für sich. Bevor es in die Festhalle ging, trugen die Knetzgauer noch eine Bank mit beiden Gemeindewappen herein, die Bürgermeister Hammer beim Rathaus aufstellen wird. Danach begann der Festbetrieb mit der Blaskapelle Knetzgau.
Die Teams: Irchenrieth I: Josef Hammer, Reinhold Gilch, Werner Härtl, Georg Hammer, Michael Hammer. Irchenrieth II: Günther Müller, Alfons Stangl, Steffi Panzer, Waltraud Wolfrum, Wolfgang Schlaak. Knetzgau I: Stefan Paulus, Marco Depner, Thomas Schnos, Alexander Albert, Jana Depner. Knetzgau II: Katja Mühlfelder, Susanne, Heidrun und Wolfgang Merz, sowie Andy Farnbach.






















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