11.04.2019 - 15:01 Uhr
IrchenriethOberpfalz

Kleine Boomtown nicht zu bremsen

Die CSU Irchenrieth heftet sich die erfolgreiche Entwicklung von Irchenrieth zum „Lichtprojekt“ im Landkreis an die Brust. Und Bürgermeister Josef Hammer hat noch weitere Pfeile.

CSU-Ortsvorsitzender und Bürgermeister Josef Hammer (sitzend, Mitte) packt mit einer engagierten Vorstandschaft weitere Ziele zur Weiterentwicklung an.
von Ernst FrischholzProfil

Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger zeigte sich bei der Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverbands überzeugt, dass Irchenrieth nicht nur zu den Spitzengemeinden im Landkreis zähle, sondern in zehn Jahren von 1000 auf 1500 Einwohnern wachsen könne. Dafür sprechen die 180 verkauften Bauplätze. Dieser Erfolg schlägt sich auch in der Entwicklung des CSU-Ortsverbandes nieder: So berichtete Josef Hammer, dass mit 14 neuen Mitgliedern nun die Zahl 90 erreicht ist. Aber noch in dieser Wahlperiode soll die Messlatte von 100 Mitgliedern erreicht werden.

Für die Aufbruchstimmung spricht auch, dass die Hälfte der Mitglieder zur Versammlung kamen. Die Gemeinde habe "faktisch" ein Pro-Kopf-Guthaben. Ein Ende der Entwicklung bei der Einwohnerzahl sei nicht in Sicht. Hammer setzt dabei auf das Baugebiet Irchenrieth-Mitte, das noch verwaltungsgerichtlich verzögert wird. "Aber: Alle 38 Parzellen sind reserviert und 32 Bauwerber stehen auf der Warteliste. "Wir haben die Vorgaben des Landwirts erfüllt und sehen einer Genehmigung entgegen", zeigte sich Hammer sicher. In seiner Funktion als Bürgermeister sprach der CSU-Chef weitere Großprojekte wie die Gleitsbachrenaturierung, den Feuerwehrhausbau und den Kauf von zwei Einsatzfahrzeugen für die Feuerwehr an.

Ein Wermutstropfen sei allerdings, dass der verzögerte Bau durch Widersprüche eine Preissteigerung von 20 Prozent nach sich gezogen hat, der Förderbescheid von 18 600 Euro aber gleich geblieben ist. "Wie kann man dagegen klagen, wenn die Gemeinde den Gleitsbach nach seiner früheren Begradigung renaturiert und dabei ein Erlebnisgelände für den Kindergarten macht", fragte sich Hammer. Zur schon angekündigten Waschstraße führte Hammer an, dass nochmals umgeplant werden müsse.

Die erfolgreiche Entwicklung sei nur durch die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat möglich, betonte. Alle Beschlüsse seien einstimmig gefasst worden. Zugleich dankte Hammer für die Unterstützung durch Frauenunion und Junge Union.

Kassier Anton Härtl wies in seinem Zweijahresbericht Spenden von 5550 Euro aus. In seinem Grußwort warb Stephan für die Beteiligung an den Europa-Wahlen.

Landwirt Anton Härtl betonte, er sei von der CSU und ihrem Verhalten beim Volksbegehren "Rettet die Bienen" enttäuscht. Sie habe die Forderungen 1:1 übernommen. Oetzinger erklärte, dass da auch der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes mit dabei war und der auch damit wohl einverstanden war. Die CSU werde dafür sorgen, dass die Bauern nicht zu Verlierern würden. "Darum das nachgeschaltete Gesetz, das die Härten für die Bauern abfedern wird." Grundsätzlich habe man bei dieser Abstimmung "Rettet die Bienen" bei der Analyse ein Auseinandertriften von Stadt und Land gesehen, stellte Oetzinger fest.

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