Irchenrieth
24.11.2020 - 18:34 Uhr
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Kommentar: Watsch'n statt Bauchpinselei

Nicht alle Mitarbeiter des Heilpädagogischen Zentrums Irchenrieth erhalten den Pflegebonus. Doch statt Angerkennung kommt eine Watsch'n, kommentiert Elisabeth Saller.

Kommentar von Elisabeth Saller
Ein Pfleger hält in einem Heim die Hand einer Bewohnerin. Symbolbild: Oliver Berg, dpa
Ein Pfleger hält in einem Heim die Hand einer Bewohnerin.

Statt nur mit Applaus will die bayerische Staatsregierung den Pflegekräften eine richtige Anerkennung zukommen lassen. 500 Euro sind schon was. Die Miete, Lebensmittel für einige Wochen, ein Kurztripp nach der Coronakrise. Mit dem Geldgeschenk lässt sich einiges anfangen.

Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul? In diesem Fall schon. Medienwirksam haben Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsministerin Melanie Huml den Bonus angekündigt, wollten damit den Pflegekräften, die allerdings nicht nur in der Corona-Pandemie herausragende Arbeit leisten, den Bauch pinseln. Leider ist bei der Organisation des Bonus einiges schief gegangen. "Öffentlich zugesicherte Leistungen nicht zu erhalten, wird weit kränkender von der Berufsgruppe wahrgenommen, als erst gar keine versprochen zu bekommen", heißt es vom Deutschen Berufsverband für Pflegekräfte Südost.

Es gab und gibt mit dem Bonus eine Menge Scherereien. Viele Betroffene sind stinksauer und empfinden das Geschenk vom Staat nicht als Bauchpinselei - sondern als ungerecht verteilte Watsch'n.

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Irchenrieth24.11.2020
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