Deshalb war ein Erweiterungsbau für die Kindertagesstätte St. Otto unumgänglich. Die Segnung der neuen Räume wurde am Sonntag gefeiert. "Staat und Kirche sind nicht nur eine Einheit, vielmehr haben sie mit dem Projekt auch eine bauliche Verbindung geschaffen", leitete Bürgermeister Josef Hammer vor den Ehrengästen und den bauausführenden Firmen ein. Es gab den kirchlichen Kindergarten und daneben das gemeindliche Jugendzentrum. Der Kindergarten war wegen des Baubooms in der Gemeinde zu klein geworden. Gemeinde und Pfarrei handelten und schafften eine Symbiose, in dem sie das Jugendzentrum in den Kindergarten für eine dritte Gruppe integrierten.
"Architekt Roland Pflaum war hier sehr kreativ", stellte Bürgermeister Hammer heraus. Zudem zogen Kirche, Gemeinde und die Irchenriether Firmen an einem Strang. "Der Pfarrer hat sogar Trinkgeld für zusätzliche Motivation an die Arbeiter verteilt und das lohnte sich", lachte Hammer. 500.000 Euro hat das Werk gekostet. Am Ende bleiben 200.000 Euro Kosten an der Gemeinde hängen. "Das sind uns unsere Kinder wert", hob der Gemeindechef heraus.
Pfarrer Alfons Forster blickte zurück auf 1997, als der langersehnte Kindergarten eingeweiht wurde. Vier Erzieherinnen hatte man damals. Heute sind es zwölf. Die Kinderkrippe kam hinzu und nun die Erweiterung. "Aller guten Dinge sind drei, und ich hoffe, dass dies die letzte Einweihung ist. Wenn's eng wird muss halt der Bürgermeister mit seinen Bauaktivitäten nachgeben", scherzte der Geistliche. "Jesus sagt, lasset die Kinder zu mir kommen, er ist ein Freund der Kinder, und er ist der Herr, der uns das Haus baut und die Zukunft bereitet", schloss Pfarrer Forster seine Segnung.
Tagesstättenleiterin Sabine Fillinger, die letztendlich mit ihrem Hinweis auf die erschöpften räumlichen Kapazitäten den Stein ins Rollen gebracht hat, dankte, dass so schnell reagiert wurde. "Das Schönste in unserem Kindergarten ist nun, dass alles auf einer Ebene abläuft."
Nahtlos an die Einweihung schloss sich der Tag der offenen Tür an. Die Besucher sahen sich nicht nur in den neuen Räumen um. Zugleich lud der Elternbeirat zum Fest aufs angrenzende Bauhofgelände ein. Kaffee und Kuchen, Eis und weitere Köstlichkeiten hatte das Team vorbereitet und für die Kinder ein umfangreiches Programm gestaltet: ob KiTa-Rallye, Kinderschminken, Schatzsuche im Sandkasten, Malen mit Zuckerkreide oder eine Traumreise. Die Bauhofhallen waren vorher ausgeräumt worden, so dass sich bei dem herrlichen Wetter angenehm im Schatten feiern ließ.















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