„Zu Besuch in privaten Gärten in Irchenrieth“. Mit diesem Slogan hat der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege den Tag der offenen Gartentür überschrieben. Nach den Worten von Josef Höllerl liegt der Reiz der Veranstaltung in der Vielfalt der Gärten, die abhängig von der Persönlichkeit der Besitzer Ausdruck ihrer Lebensphilosophie sind. "Daraus ergibt sich eine lebendige Gartenkultur."
Höllerl spricht mit Anerkennung vom Engagement der acht Gartenbesitzer, die ihr persönliches Paradies für die 3000 erwarteten Besucher öffnen. "Das ist nicht immer einfach, denn unter denen wird es auch Besserwisser geben." Höllerls Dank geht auch an die Gemeinde mit Bürgermeister Josef Hammer, der sofort Feuer und Flamme war und in jeglicher Weise unterstützt hat, sowie an Vereine, Organisationen und alle, die für die Verpflegung der Besucher sorgen werden.
Im Garten Nummer zwei von Uta und Albert Urban im Schneiderweg werden sich sicherlich die Meinungen scheiden. Höllerl bezeichnet ihn als echten Hingucker rund um das Stelzenhaus aus Rundhölzern. Naturbelassene Hölzer und Accessoires sind überall zu finden. Ein Hochbeet aus Birkenstämmen und Holzgewerke inmitten von Blühsträuchern, Beeren, Weinstock, Obstgehölzen und Stauden finden sich. Rasenmäher gibt es nicht. Stattdessen blühen Wiesenblumen. Klee ist in kleinen Flächen zu finden.
Die Urbans hätten Werbeträger für das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ sein können. Was haben die denn für einen Garten? "Das hören wir immer wieder von vorbeigehenden Leuten, wenn wir auf der Terrasse unter dem Holzdach sitzen", lachen die Urbans. "Wir wohnen hier und fühlen uns wohl", sagt der Förster. Man könnte meinen sein Bezug zum Wald und der Natur spiegelt sich hier wieder.
"Nein", beharrt Albert. "Meine Frau Uta hat hier die Gestaltungshoheit." Die Schneidermeisterin ist im Garten so kreativ wie im Beruf. Er ist mit den Jahren gewachsen und im ständigen Wandel. Sie spricht von einem ständigen Fluss, der sich in eine ökologische Vielfalt ergießt. Gemüse wächst hier und Gewürze, die der Förster und Jäger Albert für seine Braten braucht. Höllerl vom Kreisverband spricht von einer absoluten Rarität, die in dieser Form bei den vielen Tagen der offenen Tür noch nicht zu sehen gewesen sei.
Der Tag der offenen Gartentür beginnt mit dem Gottesdienst in der Pfarrkirche Michldorf um 9 Uhr. Um 10 Uhr folgt die Eröffnung am Rathaus Irchenrieth. Die acht Gärten sind bis 17 Uhr zu besichtigen. Am Rathaus richtet die Feuerwehr ab 10 Uhr den Frühschoppen aus. In der Landrat-Christian-Kreuzer-Straße serviert der Dorfladen Mittagessen, Kaffee und Kuchen. Der FCN-Fanclub schenkt ebenso Getränke aus wie Tanja und Jürgen Scholz und Maria und Karl Woppmann. Bei ihnen servieren die Line-Dancer Kaffee und Kuchen. Brotzeiten gibt es ab 13 Uhr beim Maschinenring und den Siedlern. Die Kaffeerösterei Molter bietet in der Braugasse Kaffeespezialitäten, Kuchen und Getränke an. Dort ist die Ausstellung einer Holzbildhauerin zu sehen. Geöffnet hat ab 10 Uhr die Stodlkneippe „Im Kreuth“ und den ganzen Tag das Backhaus Kutzer. In der Familienmetzgerei Hausner gibt es ab 10 Uhr Essen. (fz)














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