Irchenrieth
13.08.2019 - 13:45 Uhr

Zapfenstreich kommt viel zu früh

Kirchweih und Brunnenfest gehören in Irchenrieth zusammen. Nach der kirchlichen, gibt eine weltliche Feier, die mit einem donnernden Finale in der Nacht endet.

Stimmung pur bis Mitternacht. Bild: fz
Stimmung pur bis Mitternacht.

Es muss schon mehr aufgeboten werden, als Blitz und Donner oder Regen, um die Irchenriether Kirwa zu kippen. Das zeigte sich am Sonntag nach 22 Uhr, als es zu nieseln begann und sich zwei oder drei Mal Blitz und heftiger Donner meldeten. Besucher, die nicht unter Schirmen saßen, drängten sich unter dem überdachten Areal zwischen Kirche und Feuerwehrhaus zusammen, sodass dieses und auch die Fahrzeughalle der Feuerwehr brechend voll waren.

Begonnen hatte der Festsonntag früh um 9 Uhr mit dem Kirchweihgottesdienst. Unter den Klängen der Gleiritscher Blasmusik, die auch die Messfeier musikalisch gestaltete, zogen die Vereine der Pfarrei ein und platzierten ihre Fahnen links und rechts vom Freialter. Pfarrer Alfons Forster führte eingangs an, dass am Laurenzitag im Jahre 1725 die Kirche in Irchenrieth geweiht wurde.

Beim Frühschoppen mit Weißwürsten spielten die Gleiritscher weiter auf. Die Feuerwehr sorgte auch fürs Mittagessen. "Schnitzel und Rollbraten waren komplett weg, nur einige Haxn sind übrig geblieben", berichtete Feuerwehrvorsitzender Reinhard Ach. Bereits am Vormittag öffnete die Damenfeuerwehr um Christa Kick die Kaffeestube in der Fahrzeughalle. Am Nachmittag herrschte hier großer Andrang. Die 15 Helferinnen hatten alle Hände voll zu tun. 45 Frauen hatten Kuchen und Torten aus dem Irchenriether Backbuch gebacken. Um 14 Uhr führten die Kindergartenkinder auf der Tanzbühne einen von Maria Bodensteiner und Sonja Holzbücher einstudierten Kirwatanz auf. Die Kinder freuten sich über den Riesenapplaus.

Mittlerweile hatte sich der Festplatz mit gut 400 Besuchern gefüllt. Der richtige Rahmen für die Kirwaprofis, die „Woppenriether Kirwaleit“, die in zwei Auftritten zeigten, was sie alles an ihrer eigenen Kriwa in zwei Wochen bieten werden. Im Kinderprogramm gab es Schminken, eine Hüpfburg, die Schatzsuche und dazu im Gemeindezelt das Kasperltheater von Hermanns-Puppenbühne.

Gegen Abend wechselte das Publikum wieder und gut 500 Gäste saßen im Rund, als die „WoidRocker“ das Kirwafinale einläuteten. Die fünf Vollblutmusiker mit der stimmgewaltigen Frontfrau Michaela Daschner boten eine geballte Ladung an Power-Live-Musik aus peppiger Volksmusik, kultigen Schlagern, groovigem Rock und Partyhits. Die Stimmig war bombastisch, auch die kurze Wetterkapriole konnte ihr nichts anhaben. Um Mitternacht war Zapfenstreich, für die meisten viel zu früh.

Pfarrer Alfons Forster zelebriert den Kirchweihgottesdienst. Bild: fz
Pfarrer Alfons Forster zelebriert den Kirchweihgottesdienst.
Erstmals treten die Kirwakinder auf. Bild: fz
Erstmals treten die Kirwakinder auf.
Die Woppenriether Kirwaleit sind echte Kirwaprofis. Bild: fz
Die Woppenriether Kirwaleit sind echte Kirwaprofis.
Der Albert Krapf wirbelt Maria Bodensteiner durch die Luft. Bild: fz
Der Albert Krapf wirbelt Maria Bodensteiner durch die Luft.
 
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