Jugendliche und junge Erwachsene sind laut einer Studie besonders stark von Freizeitlärm betroffen. Darauf hat am Mittwoch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) aus Anlass des Welttags des Hörens an diesem Donnerstag hingewiesen.
Das LGL bezieht sich auf die Langzeitstudie „Ohrkan“, die die Landesbehörde zusammen mit dem Universitätsklinikum Regensburg durchführt und bei der in regelmäßigen Abständen die immer gleichen Testpersonen befragt werden. Für die Studie wurden in einer ersten Untersuchungsrunde ab 2009 zunächst etwa 15 Jahre alte Jugendliche befragt. Damals waren 42 Prozent der Teilnehmer in ihrer Freizeit zu hohen Lärmpegeln ausgesetzt.
Bei der zweiten Erhebung drei Jahre später wurde festgestellt, dass die damals jungen Erwachsenen sogar zu 74 Prozent Lärm ausgesetzt waren. Bei der mittlerweile fünften, im Jahr 2020 begonnen Befragung zeigt ein Zwischenergebnis, dass die Lärmbelastung zurückgegangen ist. Der Prozentsatz sei auf 40 Prozent gesunken, berichtet das LGL. Die Testpersonen sind inzwischen etwa 25 Jahre alt.
Beim Musikhören mit Kopfhörer über mehrere Stunden mit hohem Schallpegel gebe es bereits in jungen Jahren das Risiko von Gehörschäden, warnte LGL-Präsident Christian Weidner. „Wichtig ist daher, Jugendliche möglichst frühzeitig für die Gefahren von übermäßigem Freizeitlärm aufmerksam zu machen.“
Die Staatsregierung bietet neben Infos im Internet auch die Smartphone-App „Earaction“ an. Damit kann beispielsweise ein einfacher Hörtest gemacht werden.
PressemitteilungGesundheitsministerium Bayern zu Lärmschutz
Gesundheitsministerium Bayern zu Lärmschutz
© dpa-infocom, dpa:220302-99-351202/2












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