29.03.2019 - 11:05 Uhr
Kaimling bei VohenstraußOberpfalz

"Tal der Ahnungslosen" bekommt Breitband

Noch im Sommer soll in Kaimling Mobilfunkempfang möglich sein. Das Areal des Standorts ist bereits vermessen.

Bürgermeister Andreas Wutzlhofer (kniend) schlägt einen Pflock als Zeichen des Baubeginns ein. Ortssprecher Heimo Bauer und seine Tochter verfolgen die Zeremonie mit Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht, Christian Schilling vom Netzbetreiber sowie den Vermessungstechnikern (von rechts).
von Elisabeth DobmayerProfil

Dieser Pflockeinschlag auf einem städtischen Areal hoch über Kaimling war lange ersehnt und ein Herzensanliegen vieler Bürger aus dem Luhetal. Immerhin wartete Bürgermeister Andreas Wutzlhofer mehr als sieben Jahre auf den Baubeginn. Am 14. Dezember 2011 unterzeichnete der Rathauschef mit einem Anbieter einen Vertrag für den LTE-Ausbau in dieser Region. Doch lange rührte sich nichts.

CSU-Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht holte schließlich im vergangenen Jahr Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer mit ins Boot, der auch für die digitale Infrastruktur im Land zuständig ist. Ab diesem Zeitpunkt kam Bewegung in das Anliegen so vieler Bewohner, die sich seit über zehn Jahren über nicht ausreichende Mobilfunkversorgung beklagen. Gebetsmühlenartig brachten die Kaimlinger den Stadtvertretern nicht nur in Bürgerversammlungen ihre eindringliche Bitte vor.

Doch der Stadt waren die Hände gebunden. Denn die Mobilfunkbetreiber zeigten lange Zeit in erster Linie aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten wenig bis gar kein Interesse an der Umsetzung. Dem Stadtoberhaupt schwoll regelrecht der Kamm, wenn er auf das Thema angesprochen wurde. „Es ist der klare politische Wille, weiße Flecken auf der Landkarte zu schließen und eine flächendeckende Versorgung zu gewährleisten“, sagte Rupprecht vor einem Jahr bei diesem Treffen. „Das werde ich zum Politikum machen und penetrant an diesem Thema dranbleiben“, versprach der Bundespolitiker und hielt Wort.

Voller Freude schlug das Stadtoberhaupt am Mittwochnachmittag im Beisein von Rupprecht und Ortssprecher Heimo Bauer auf dem Grundstück den Pflock ein. An dieser Stelle soll in den kommenden Wochen der Funkmast errichtet werden, um den Bereich endlich aus dem „Tal der Ahnungslosen“ zu führen und die Bewohner mit der mobilen Breitbandtechnologie zu versorgen. Vor „Bis im Sommer kann die neue LTE-Station in Betrieb gehen“, versprach Christian Schilling vom Anbieter.

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