Regensburger Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer ist neuer stellvertretender Vorsitzende des Bezirksfeuerwehrverbandes der Oberpfalz. Er ist bei der außerordentlichen Verbandsversammlung in Oberpfraundorf, Gemeinde Beratzhausen (Kreis Regensburg), mit 71 von 74 abgegebenen Stimmen gewählt worden. Scheuerer ist bei der Feuerwehr Dallackenried (Gemeinde Kallmünz, Kreis Regensburg) aktiv. Der Weidener Stadtbrandrat Richard Schieder wurde für seine Leistungen im Feuerwehrwesen mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet.
"Im neuen bayerischen Doppelhaushalt haben wir klare Verbesserungen erreicht", sagte der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes, Alfons Weinzierl. Wichtig sei, dass die Feuerschutzsteuer nur noch zweckgebunden verwendet werden dürfte. In den vergangenen fünf Jahren seien immerhin rund 16 Millionen Euro über diese Steuer eingenommen und hauptsächlich in den Katastrophenschutz investiert worden. "Die Feuerschutzsteuer ist ein endlicher Topf", sagte Weinzierl und erläuterte, dass die Kosten, insbesondere beim Gerätehausbau, stiegen, weil die staatliche Förderung seit 2015 stagniere.
Weil aber alleine für Neubau- und Sanierungskosten der Feuerwehrschulen rund 120 Millionen Euro fällig seien, plädierte Weinzierl dafür, dass solche Baumaßnahmen aus der Förderung über die Feuerschutzsteuer herausgenommen und anderweitig bezuschusst werden müssten. Das Engagement der 320 000 ehrenamtlichen Feuerwehrleute in Bayern sollte besser gewürdigt werden, was unter anderem seinen Ausdruck in einem Ausbau der drei Feuerwehrschulen finden könnte, fand Weinzierl. Alleine der geplante Ausbau der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried für 24 Millionen Euro würde 80 Lehrgangsplätze mehr bekommen. "Bei den Schulen liegt einiges im Argen", klagte der Vorsitzende, der Bedarf könne derzeit nicht gedeckt werden. Sehr erfreut sei Weinzierl über den Doppelhaushalt 2019/20, denn dort seien 33 zusätzliche Stellen für Lehrkräfte und 17 für das Servicepersonal vorgesehen.
Die Umstellung von analog auf digitaler Alarmierung sei erst dann sinnvoll, wenn das Funknetz so ausgebaut sei, dass es mindestens so schnell sei wie bislang das analoge. "Digitale Alarmierung könnte ab Mitte 2020 flächendeckend funktionieren", sagte er. Landrätin Tanja Schweiger lobte Weinzierl, er habe beim "Dicke-Bretter-Bohren" in den Ministerien erfolgreiche Arbeit geleistet.



















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