Eine kurze, aber wechselvolle 70-jährige Geschichte hat das Übernachtungsgebäude neben Jugendhaus und Kindergarten hinter sich. Von 1955 bis 1966 diente es als Lehrerwohnhaus. Im Erdgeschoss befand sich die Schulküche. Anschließend wohnte Gemeindearbeiter Gustav Poerschke mit seiner Familie im Haus, ehe er nach Auflösung der Schwesternstation vom Orden der Mägde Mariens die Hausmeisterwohnung im neuen Pfarrheim bezog.
Nach der Gründung des Jugendwerks Weiden–Neustadt e.V. im Jahr 1979 auf Initiative von Pfarrer und Kreisjugendseelsorger Franz Winklmann war das am 3. Juli 1983 von Diözesanbischof Manfred Müller eingeweihte Jugendhaus fortan von Gruppen auch aus vielen Teilen Deutschlands für Kurse und Freizeiten gefragt. Aufgrund des Verkaufs des Kindergartens an die Gemeinde kam es zur Auflösung des Jugendwerks und des Mietvertrags am 31. März 2024. In den letzten vier Jahren waren im 30-Betten-Haus ukrainische Flüchtlingsfamilien untergebracht.
Die Firma Hierold-Bau aus Moosbach hat den Abbruch für rund 70.000 Euro übernommen. Durch den frühzeitigen Rückbau können die Landschaftsbauarbeiten und die geplanten Parkplätze durch die Firma Rolf Schmidt aus Schirmitz (Kosten rund 569.000 Euro) effizienter umgesetzt werden. Diese Maßnahmen sind für die am 1. September eröffnete und eingeweihte neue Kita vorgesehen. „Die Ausschreibung für den Abbruch des Jugendtagungshauses nebenan mit dem angebauten Bestandsgebäude des Kindergartens St.-Martin läuft bereits“, erklärte Bürgermeister Julian Kraus auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien. Zuvor befand sich dort von 1955 bis zur Eingliederung nach Weiherhammer im Jahr 1972 die Volksschule.













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