Kaltenbrunn bei Weiherhammer
18.10.2018 - 10:20 Uhr

Abschied von Adolf Bauer

Viele Trauergäste, darunter Sport- und Wanderfreunde, begleiteten am Mittwoch Adolf Bauer zu seiner letzten Ruhestätte. Der bis zuletzt rüstige 86-jährige war unerwartet verstorben.

Pfarrer Varghese Puthenchira erinnerte an den christlichen Lebensinhalt des Heimgegangenen. Niemand hätte geglaubt, dass der Sonntagsgottesdienst am 23. September sein letzter sein sollte. Nicht unerwähnt ließ Puthenchira die regelmäßige Teilnahme an der Gößweinsteiner Fußwallfahrt bis ins hohe Alter. Bereits in früher Jugend musste Bauer Verantwortung übernehmen, da Mutter und Vater sehr früh gestorben waren. Dem erlernten Maurerberuf blieb er bis zum Renteneintritt bei der Firma Georg Kraus in Mantel treu. Die 1959 mit Inge Roth aus Röthenbach geschlossene Ehe wurde von zwei schweren Schicksalsschlägen überschattet. 1986 starb Sohn Winfried mit 18, 2015 folgte ihm Sohn Adolf mit 54 Jahren.

Der begeisterte Naturfreund Adolf Bauer unternahm immer wieder Reisen in die Alpen mit Wandergruppen aus Pressath und Grafenwöhr, ebenso Touren mit den Bayerwaldwanderern. Bis ins hohe Alter fuhr er mit dem Rad täglich 30 bis 40 Kilometer. Das Verarbeiten des Feuerholzes war zudem sein körperliches Lebenselixier. Eine besondere Beziehung pflegte Bauer zum 1. FC Nürnberg mit seinem Freund Bernhard Oheim. Auch nach dem Tod seiner Frau verlor Bauer nicht den Lebensmut. Zwei Wochen vor einer Hüft-OP war er noch mit Sohn Roland im Südtiroler Eisacktal unterwegs.

Während seiner 70-jährigen Vereinszugehörigkeit habe Bauer von Jugend auf aktiv Fußball in verschiedenen Mannschaften gespielt und nach Gründung der Wanderabteilung seine zweite Leidenschaft entdeckt, sagte FC-Chef Sepp Pritzl. "Er stand uns immer mit Rat und Tat zur Seite, auch beim Sportheimbau, und war ein gern gesehener Gast bei den Spielen der ersten Mannschaft." Für die nahezu 70-jährige Treue zur Feuerwehr dankte Thomas Gmeiner. Auch die CSU konnte seit 1975 stets auf ihn zählen, kam im Nachruf von Thomas Schönberger zum Ausdruck. Die Stadtkapelle Grafenwöhr begleitete die Trauerfeier.

 
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