Kaltenbrunn bei Weiherhammer
27.10.2021 - 08:36 Uhr

Abschied von einer umsichtigen Ordensfrau aus Kaltenbrunn

Pfarrei St. Martin Kaltenbrunn trauert um "Gräf-Theres", Schwester M. Hilbalda Gräf. Archivbild: bk
Pfarrei St. Martin Kaltenbrunn trauert um "Gräf-Theres", Schwester M. Hilbalda Gräf.

Die Pfarrei St. Martin trauert um Schwester M. Hilbalda Gräf. Die Ordensschwester ist am 18. Oktober nach kurzer schwerer Krankheit in der Palliativstation Weiden im Alter von 87 Jahren verstorben. Die Verbundenheit zu ihrem Heimatort hat die „Gräf-Theres“ nie abreißen lassen.

Sie war das achte von neun Kindern der Eheleute Johann und Margarete Gräf. Nach der Mittleren Reife und der Ausbildung zur Damenschneiderin trat sie 1955 in den Orden der Schulschwestern von Unserer Lieben Frau in München ein. Beim Seelengottesdienst in der Josefskirche übertrug Stadtpfarrer Markus Schmid die Lesung aus dem Galaterbrief auf das Leben der Heimgegangenen. „Diese Frohe Botschaft hat Schwester Hilbalda allein durch das Tragen des Ordenskleides verkündet. Und diese Botschaft ist angekommen: Sie war eine sehr beliebte und liebenswürdige Fachlehrerin für Handarbeit, hilfsbereit und zuverlässig, eine betende, fleißige und umsichtige Ordensfrau.“ Davon zeugen die bis zuletzt guten Beziehungen zu ehemaligen Schülern und Bewohnern von Bischberg bei Bamberg. Seit 1997 machte Schwester Hilbalda im Altenheim in der Luitpoldstraße ihren Mitschwestern durch Näharbeiten eine Freude. Zudem kümmerte sie sich um den Blumenschmuck bei Feierlichkeiten und um die Gartenpflege.

Sr.Hilbalda hatte auch ein Herz für Arme. Im Heim initiierte sie eine Spendenaktion für die „Hungerhilfe Sivagangai“ in Südindien. „Ein wunderbarer Mensch ist nicht mehr in unserer Mitte. Ihr 35 Jahre langes Wirken und liebevolles Engagement ist vielen im Gedächtnis und hat viele Spuren hinterlassen.“ Mit diesen Worten bekundete Zweiter Bürgermeister Tobias Knoblach im Namen der Gemeinde Bischberg seine Anteilnahme. Schwester Hilbalda,- sie hätte 2022 ihr 60-jähriges Professjubiläum begehen können -wurde in der Grabstätte der Schulschwestern im Stadtfriedhof beigesetzt.

 
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