Anstehen fürs Kirwa-Essen: "Das ist ja wie im Krieg"

Die Warteschlange reichte am Sonntag zur Mittagszeit bis zur evangelischen Martinskirche.
von Siegfried BockProfil

Zur Not geht es auch ohne Wirtshausbesuch, zumindest fast. Denn ein zünftiger Frühschoppen mit Blasmusik zur Martinikirwa wurde von den Kaltenbrunnern und Dürnastern schon vermisst. So fanden heuer die Feiern in den Familien statt. Dazu holten sich viele die Kirwaschmankerln aus den Wirtshäusern der Orte rund um Kaltenbrunn und Dürnast nach Hause. Nicht nur Einheimische, auch Leute aus Nachbarorten reihten sich am Sonntag von 11 bis 14 Uhr bei schönstem Wetter geduldig in die Warteschlangen ein.

Bis zur evangelischen Martinskirche reichte diese zum Beispiel in Kaltenbrunn. „Das ist ja wie im Krieg, mit dem Unterschied, dass es damals gegen Marken pro Familie nur ein Pfund Fleisch gab“, schmunzelte ein Wartender.

„Gott, wir danken dir heute, dass alle Christen beider Konfessionen das Kirchweihfest am gleichen Tag feiern dürfen. Hilf uns, durch dieses Fest einander näher zu kommen, um die Grenzen mehr und mehr überwinden zu können und dabei trotz der Beschränkungen den Sinn unserer Kirchweih nicht aus den Augen verlieren“, betete Pfarrer Matthias Weih in der evangelischen Martinskirche.

Und Pater Prince betonte: Kirche als Haus Gottes sei eine wichtige Voraussetzung, „dass wir uns versammeln können, aber entscheidend bleibt doch, dass dieser Raum gefüllt ist mit Menschen, mit ihren Lebensgeschichten und ihrem Glauben.“ Der Kirchenpatron St. Martin sei hier Vorbild. Zufrieden waren auch die beiden Standbetreiber auf dem Marktplatz.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Videos aus der Region

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.