Kaltenbrunner äußern Wünsche

Es wird ernst mit der Dorferneuerung. Start ist im Frühjahr 2020 im ersten von vier Maßnahmen-Bereichen.

Am Kriegerdenkmal mit Umfeld und „Am Graben“ soll es losgehen, erklärten die Architekten Christian und Korbinian Schönberger (von rechts). Die Ausschreibung erfolgt noch heuer, die Submission im Januar, Ausführungsbeginn ist im März 2020.
von Siegfried BockProfil

Anlieger und Bürger bewegte am Mittwoch im Kurz-Saal dabei generell die künftige Beheizung der Häuser. Das für 2026 vom Bundeskabinett am gleichen Tag beschlossene Ende der Ölheizungen soll ja beim Ausbau der Straße „Am Graben“ bereits berücksichtigt werden. „Diese brisante Frage gilt es zu klären“, bemerkte Geschäftsleiter Claus Hellbach. „Die Ausführung des Klimapakets ist politisch noch offen. Es geht einfach darum, dass wir nichts vergessen“ fügte Bürgermeister Ludwig Biller hinzu.

Jeder müsse sich die Frage stellen, wie heize ich künftig mein Gebäude, betonte Architekt Christian Schönberger. Er und auch sein Bruder Korbinian zeigten sich nach Vorstellung der Planung offen für Änderungswünsche. Zu den Planungszielen zählten die Erneuerung des Kanalsystems, die Demontage der Dachreiter, neue Hausanschlüsse und Leerrohre für Glasfaser. Die Anlieger machten deutlich, dass sie keine Einbahnstraße „Am Graben“ wünschen. Christian Schönberger brachte ein Nahwärmenetz für Kaltenbrunn mit Bedarfsanalyse und Machbarkeitsstudie ins Spiel. Für diese plädierte SPD-Gemeinderat Wolfgang Braun. Schönberger will beim Amt für Ländliche Entwicklung zwecks Förderung nachfragen.

Insgesamt würden beim Straßenausbau rund 300 Quadratmeter Fläche weniger versiegelt, informierte Korbinian Schönberger. Er dokumentierte die beiden Varianten des fünf Meter breiten Asphaltbands mit möglichst vielen Grünflächen und einheitlichem, versickerungsfähigem Pflasterbelag. Vorgesehen sei auch eine neue, gestalterische LED-Straßenbeleuchtung. Im Bereich der Gebäudesockel seien aufgrund der neuen Hausanschlüsse, Kanal- und Belagserneuerung Auskofferungsarbeiten erforderlich.

„Am Kriegerdenkmal bleiben Kastanie und Ahorn sowie die fünf Eiben als Kulisse erhalten. Eine Sitzbank wird integriert“, sagte Schönberger. Hermann Neubauer plädierte für einen Erziehungsschnitt bei den Eiben und Robert Koppmann für die Entfernung der Hecke. Nicht anfreunden konnte sich Braun mit einer Blumenwiese als Rasenfläche. Zweimal im Jahr mähen sehe er kritisch. Anita Häusler bat, den vorgesehenen Baum an der Raiffeisenstraße nicht direkt vor den Fenstern zu pflanzen. Hans Bernklau junior sah im Aufbau der Infrastruktur das Problem. „Wir haben keine Biogasanlage zur Versorgung mit Heizenergie.“ Robert Koppmann: „Leerrohre okay, aber alles andere ist zu überdenken.“

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