Labyrinth vor der Kirche

Überraschung für die Besucher des Gottesdienstes nach zweimonatiger Zwangspause: Am Samstag hatte Pfarrer Matthias Weih mit Hilfe von Julian Lehnert, Samuel und Elias Scheidler vor der Martins-Kirche ein kretisches Labyrinth gelegt.

Das kretische Labyrinth vor der Kirche soll auch den Lebensweg zu Gott symbolisieren.
von Siegfried BockProfil

Es ist ein altes christliches Symbol, das heute weitgehend in Vergessenheit geraten ist. Die rund 600 Steine hatte der Geistliche mit seinem Vater aus dem kältesten Fluss Deutschlands, der Isar in Krün bei Mittenwald, gesammelt. Die alte Christenheit sah im Zentrum die griechischen Buchstaben chi und ro, die Anfangsbuchstaben von Christos. „Das Abschreiten des Labyrinths symbolisiert unseren Lebensweg. Mal befinden wir uns im Glauben näher an Christus, mal sind wir weiter von ihm entfernt“, erklärte Pfarrer Weih. Der Besucher erlebe das beim Abschreiten der sieben Kreisbahnen. Im Gegensatz zum Irrgarten besteht das Labyrinth nur aus einem einzigen gewundenen Weg ohne Abzweigungen. Der gesamte Weg muss gegangen werden, um ins Zentrum zu gelangen. „Dies entspricht unserem Lebensweg zu Gott“, betont Pfarrer Weih.

Auf der Tafel steht: Guter Gott, du gibst mir ein Ziel, damit ich nicht ziellos herumirre. Bei dir hat mein Leben einen Zusammenhang, damit ich nicht sinnlos unterwegs bin. Du bringst mich voran, damit ich nicht immer nur im Kreis laufe. Ich danke dir für meinen Lebensweg. Amen."

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