Seit Freitagnachmittag sind in der Umgebung von Kastl (bei Kemnath) freilaufende Rinder unterwegs. Auf einer Weide am Ortsrand von Kastl in Richtung Troglau sind 26 Jungbullen ausgebüxt. Unter anderem ist laut einer privaten Mitteilung an die Redaktion auf der B299 zwischen Hessenreuth und Zessau oberste Vorsicht geboten: Etliche Warnschilder weisen die Verkehrsteilnehmer auf eine mögliche Gefahr von freilaufenden Rindern hin.
"Das Problem ist, dass die Tiere einzeln unterwegs sind", betont der betroffene Landwirt aus Kastl gegenüber Oberpfalz-Medien. Laut Nachfrage konnten bis Montagabend lediglich sechs Tiere eingefangen werden. Außerdem sei es schwierig, die Mastbullen im Hessenreuther Wald aufzuspüren. Denn die scheuen Rinder hielten sich tagsüber eher versteckt.
Er hoffe nun auf die erneute Suche mit Drohnen, an der sich in der Nacht von Montag auf Dienstag wieder überwiegend Jäger aus der Umgebung beteiligen. Der Appell des Landwirts: Wer die Tiere sieht, soll sich bei ihm unter der Nummer 0151/43189507 melden.
An etlichen Orten gesichtet
"Die Polizei beteiligt sich nicht an der Suche", heißt es auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien bei der Polizeiinspektion Kemnath. Die Beamten seien aber bei der Gefahrenabwehr involviert. Seit Freitag haben sich zahlreiche Bürger bei der Inspektion gemeldet, die die Tiere in freier Flur gesichtet haben. Laut Polizei sei dies in Trabitz, Friedersreuth, Altköslarn, Riggau, Hessenreuth und Kohlbach der Fall gewesen. "Wir geben die Informationen an den Landwirt weiter", betont der Sprecher der PI.
Warnschilder aufgestellt
Nachdem einige der Jungbullen auch in Nähe der Bundesstraße B299 gesehen wurden, hat die Polizei angeordnet, Warnschilder zwischen Erbendorf und Pressath aufzustellen, um auf die Gefahr vor freilaufenden Rindern hinzuweisen. Laut Auskunft stehen diese Schilder mittlerweile auch an der Staatsstraße 2665 zwischen Kemnath und Pressath.













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