11.03.2020 - 14:27 Uhr
Kastl bei KemnathOberpfalz

600 Euro für tägliche Hilfe

Der Ausschuss Ehe und Familie Kastl spendete 600 Euro an die Aktion Lichtblicke. Das Geld stammt aus verschiedenen Aktionen.

Eine Abordnung des Ausschusses Ehe und Familie des Pfarrgemeinderates Kastl übergab am Dienstagabend 600 Euro an die Schirmherrin Edith Lippert von der „Aktion Lichtblicke“. Von links nach rechts: Thomas Deubzer, Martina Reger, Edith Lippert, Doris Dimper, Birgit Hecht und Kerstin Slama.
von C. & W. RupprechtProfil

Der Ausschuss Ehe und Familie des Pfarrgemeinderates in Kastl, mit seinen Teams von Minigottesdienst, Kindermessen und Familiengottesdienst, ist eine rührige Gruppe der Kirchengemeinde, die mit ihren Aktionen regelmäßig Angebote für junge Familien bietet. Manche Angebote wie das Kindersingen stehen 14-tägig auf dem Programm, andere Höhepunkte gibt es einmal im Jahr. Die Gruppe beteiligt sich regelmäßig an der Kastler Ferienaktion und hat bei der Spendenübergabe bereits angekündigt, dass es auch in diesem Sommer ein Ferienangebot für die Kinder geben wird.

Aus den Verkaufsaktionen von Minibroten (gesponsert von der Bäckerei Reichenberger aus Waldeck) und Plätzchen im Winter sowie dem Familienfrühstück kamen 600 Euro zustande. Edith Lippert, Schirmherrin der "Aktion Lichtblicke", nahm das Geld in Kastl entgegen. Sie dankte für die großzügige Gabe und ließ den Dank an alle Helfer ausrichten, die dazu beigetragen haben, dass dieses Geldgeschenk möglich gemacht werden konnte. Sie betonte, dass sich die "Aktion Lichtblicke" aus Spenden finanziere und das Geld ausschließlich und ohne Verwaltungsabzug an die bedürftigen Menschen im Landkreis verteilt wird. "Es geht dabei ganz unbürokratisch zu. Wir bemühen uns, so schnell wie möglich zu helfen. Das dauert oft nur wenige Tage", erläuterte Lippert. Doch eines behält sich die Organisation vor: Die Einkommensverhältnisse werden vorab geprüft. Dazu benötigen die Ansprechpartnerinnen Edith Lippert und Annegret Dworschak entweder den Rentenbescheid, den letzten Gehaltsnachweis oder den Kontoauszug. Dabei sei aber kein Antrag nötig. Die Menschen können ihr Anliegen im Büro in der Mähringer Straße 7 in Tirschenreuth vortragen oder einen formlosen Brief schreiben.

Die beiden Damen vermitteln dann Hilfen von Staat, Krankenkassen und allgemeinen regionalen Hilfsorganisationen wie die Tafel. Erst wenn all diese Mittel ausgeschöpft sind oder nicht greifen, wird eine Maßnahme aus dem Spendentopf finanziert.

Dass es in Deutschland noch Menschen gibt, die alleine nicht mehr aus kurzfristigen Notlagen herausfinden können, mag man erst nicht glauben. Edith Lippert berichtete anonym von einigen Fällen. "Wir haben 300 Fälle pro Jahr, also an jedem Werktag müssen und können wir einem Menschen oder einer Familie helfen. Das ist nur mit Hilfe von Spenden machbar. Ich danke allen, die uns mit ihren Geldgeschenken helfen, anderen die bitter nötige Hilfe zu gewähren", betonte Lippert.

Erreichbar ist die "Aktion Lichtblicke" unter der E-Mail-Adresse lichtblicke[at]tirschenreuth[dot]de oder unter den Telefonnummern 09631/88217 und 09642/3696.

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