Kastl bei Kemnath
04.06.2019 - 16:33 Uhr

Abbiegehilfe noch heuer

Einen Rückblick über das Geschehen in den vergangenen zwölf Monaten gab der Kastler Rathauschef Josef Etterer in der Bürgerversammlung. Ein Schwerpunkt war dabei die Verkehrssituation auf der Staatsstraße 2665.

Rathauschef Josef Etterer (stehend) berichtet von Beschlüssen und Ereignissen des vergangenen Jahres. Geschäftsstellenleiter Reinhard Herr (links) und zweiter Bürgermeister Arno Stahl lauschen ebenso wie die Besucher der Bürgerversammlung. Bild: stg
Rathauschef Josef Etterer (stehend) berichtet von Beschlüssen und Ereignissen des vergangenen Jahres. Geschäftsstellenleiter Reinhard Herr (links) und zweiter Bürgermeister Arno Stahl lauschen ebenso wie die Besucher der Bürgerversammlung.

Die Veranstaltung im Vetter-Saal war mit gut 30 Zuhörern eher bescheiden besucht, diese ließen sich gut 75 Minuten von Bürgermeister Josef Etterer informieren. Im Vorjahr hatten insgesamt elf Gemeinderatssitzungen stattgefunden. "Es wurde eine Vielzahl von Beschlüssen gefasst, viele davon einstimmig", berichtete Etterer. Er sprach von einer "erfreulich regen Bautätigkeit im Gemeindegebiet".

Antrag bekräftigt

Ausführlich widmete sich der Redner dem Thema "Städtebauförderung". Er erinnerte daran, dass die Kommune im November 2015 die Aufnahme in die Städtebauförderung beantragt hatte. Eine Entscheidung der Regierung sei zurückgestellt worden wegen einer gleichzeitig noch laufenden Maßnahme der Dorferneuerung aus den Mitteln des Europäischen Strukturfonds. Im laufenden Jahr habe man den Städtebauförderung-Antrag bekräftigt und eine Bedarfsmitteilung für 2019 bis 2022 beschlossen, erklärte Etterer. Mit Leader-Fördergeldern konnte 2018 die Neugestaltung des Bergkreuzes vorgenommen werden. Von den veranschlagten Kosten in Höhe von 31 500 Euro seien gut 15 100 Euro über Zuschüsse abgedeckt worden.

2018 habe man sich intensiv mit der Verkehrssituation auf der Staatsstraße 2665 in den Einmündungsbereichen zu den Ortsteilen Unterbruck und Senkendorf beschäftigt. Der Bürgermeister ließ die zahlreichen Diskussionen und Informationsveranstaltungen Revue passieren. Mit Schreiben vom Februar 2019 habe vom Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach mitgeteilt, dass bei Unterbruck eine "Abbiegehilfe" geschaffen werden könne. Diesen Vorschlag habe der Gemeinderat schließlich mitgetragen. "Diese Maßnahme soll noch 2019 umgesetzt werden", kündigte der Bürgermeister an.

Mit Blick auf die Anlieferungsproblematik bei der Bauschuttdeponie erläuterte er, dass man viele Jahre über das Thema diskutiere. Um sicherzustellen, dass künftig nur Material angeliefert werde, das im Gemeindegebiet entstanden sei, sei eine Anlieferung nur noch mit gültigen Deponieschein möglich. Kleinmengen seien davon aber ausgenommen.

Weitere Themen betrafen die Einrichtung eines "grünen Klassenzimmers" auf dem Gelände des Schulpausenhofs, die Anschaffung eines Defibrillators durch die Gemeinde für den Außenbereich des Sportheims, die Gestaltung eines Logos für die Kommune sowie die erfolgte Neukalkulation der Wasserverbrauchsgebühr. "Viele Maßnahmen - sowohl kleinere als auch größere - wurden im letzten Jahr angepackt und größtenteils auch umgesetzt", bilanzierte Etterer.

Ab Juli neue Homepage

Er spannte weiter einen Bogen zu verschiedenen Ereignissen, die in und für die Kommune wichtig gewesen seien: Vom besten Ergebnis im Landkreis bei der Kriegsgräbersammlung durch die Krieger- und Soldatenkameradschaft und das attraktive Ferienprogramm in der Kommune über den Aufstieg der Sportschützen in die 1. Bundesliga und das nach wie vor attraktive Wandernetz rund um Kastl bis hin zu verschiedenen Projekten der Steinwald-Allianz, in der die Kommune seit 2014 Mitglied ist. Ausführlich beleuchtete Etterer in der Bürgerversammlung auch den Haushalt für das Jahr 2019, der in der Vorwoche vom Gemeinderat einstimmig beschlossen worden war (wir berichteten).

"Die Gemeinde Kastl erhält ab Juli eine neue Homepage", kündigte Etterer an. Für die Vereinsvertreter werde von VG-Mitarbeiterin Andrea Stauber eine Einführungsveranstaltung angeboten, damit die Vereine ihre Veranstaltungen direkt auf der Homepage platzieren können.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.