Kastl bei Kemnath
13.05.2026 - 15:46 Uhr

Andreas Wöhrl wird neuer zweiter Bürgermeister von Kastl

Sechs neue Ratsmitglieder rücken in den Gemeinderat von Kastl nach. Und Andreas Wöhrl wird denkbar knapp zum zweiten Bürgermeister gewählt. So lief die konstituierende Sitzung.

Geprägt von formalen, bürokratischen und gesetzlichen Vorgaben war die Tagesordnung der konstituierenden Sitzung des neuen Gemeinderates von Kastl. „Heute werden die Weichen für die Entwicklung der Gemeinde in den nächsten sechs Jahren gestellt. Sie werden Auswirkungen auf das wirtschaftliche und soziale Leben in unserer Gemeinde haben“, betonte Bürgermeister Hans Walter in seiner Begrüßung. Mit zwei weiblichen und vier männlichen neuen Mitgliedern ergebe sich zusammen mit erfahrenen Ratsmitgliedern ein guter Mix für neue Ideen und frische Impulse.

Nach durchaus ambitionierter Wahlwerbung der zwei etablierten Parteien CSU und FWG und der neu angetretenen Wählergruppierungen „Aktiv Zukunft gestalten (AZG)“ und „Gemeinsam für Kastl (GfK)“ soll nun der Blick nach vorne gerichtet und mit gegenseitigem Respekt gemeinsam Verantwortung übernommen werden. Das Gemeindeoberhaupt nahm den neuen Ratsmitgliedern Andrea Sertl (FWG), Birgit Übelmesser (CSU), Stefan Reichel und Marco Philipp (beide GfK) sowie Florian Kastner und Stephan Minnich (beide AZG) den Eid für ihr neues Ehrenamt ab. Mit seinem ersten Ratsbeschluss legte der Gemeinderat fest, dass es nur einen zweiten Bürgermeister sowie einen weiteren Stellvertreter gibt. Die geheime Wahl entschied Andreas Wöhrl (CSU) mit 7:6 Stimmen knapp vor Stefan Reichel (GfK) für sich und wurde vereidigt. Als weiterer Stellvertreter wurde Christoph Brand einstimmig gewählt.

Ausschussgröße festgesetzt

Das Gremium besteht aus je drei FWG- und GfK-Vertretern sowie vier CSU- und zwei AZG-Mitgliedern und dem Bürgermeister. Der Gemeinderat beschloss die Fraktionsstärke auf zwei Ratsmitglieder festzusetzen. Ihre Sprecher sind Marco Streng und Stellvertreter Arno Stahl (CSU), Christoph Brand und Markus Kaufmann (FWG), Stefan Minnich und Florian Kastner (AZG) sowie Dominik Kugler und Stefan Reichel (GfK). An die neuen gesetzlichen Vorgaben angepasst wurde die Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts. Die Sitzungsentschädigung verbleibt bei 35 Euro.

Entsprechend der Sitzverteilung im Gremium besteht der Hauptausschuss aus fünf (CSU 2, FWG, AZG und GfK je 1) und der Rechnungsprüfungsausschuss aus vier (je Fraktion 1) Mitgliedern. Der Rathauschef informierte zum Thema Bekanntgaben über in nichtöffentlicher Sitzung beschlossenen neun Vergaben rund um den Neubau der Kindertagesstätte.

Bewerbungen für Kita laufen

Zum Glasfaserausbau monierte Gemeinderat Christoph Brand, dass der Randstreifen im Haidenaabweg humusiert und nicht geschottert wurde. Zur Anfrage der Gemeinderäte Stephan Minnich und Markus Kaufmann über Kita-Neueinstellungen erklärte Walter, dass die Bewerbungsgespräche laufen. Eine Wiederaufnahme der dritten Gruppe ist jedoch zeitlich nicht bestimmbar. Zum Hinweis von Markus Kaufmann für das neue Ferienprogramm erklärte der Rathauschef, dass dieses ab Juni zusammen mit dem oder der neuen Jugendbeauftragten aufgestellt wird. Programmvorschläge können bereits jetzt der VG-Verwaltung gemeldet werden.

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