Gefährlich nah war das Gewitter in Kastl in der Nacht zum Donnerstag. Eine imposante Eiche am Ortsrand wurde regelrecht zerfetzt. Und auch der Bahnhof Kemnath-Neustadt bekam etwas vom Gewitter ab.
In der Nacht zum Donnerstag kam endlich der ersehnte Regen nach Kastl. Allerdings kam er nicht alleine. Ein gewaltiger Donnerschlag ließ die Bewohner nachts, kurz nach 1 Uhr, aus den Betten hasten. Der überlaute Schlag ließ nichts Gutes ahnen, das Gewitter stand direkt über dem Ort, der Blitz war in der unmittelbaren Nähe eingeschlagen.
Bange Minuten vergingen, angespannt lauschten die Kastler, ob die Feuersirene ertönen wird. Zum Glück wurde die Feuerwehr nicht gebraucht. Doch der Blitz hatte ganze Arbeit geleistet. Am Ortsrand von Wolframshof, in der Nähe des alten Friedhofs, war der Blitz in eine imposante Eiche gefahren und hatte sie in mehrere Teile gespalten. Mehr als die Hälfte des Baumes liegt nun auf dem Boden. Der Rest wird den Winterstürmen nicht lange standhalten. Zum Glück stehen die Überreste des Stammes ein wenig abseits von den vielbefahrenen landwirtschaftlichen Wegen.
Die Wucht des Blitzeinschlages lässt sich anhand der verteilten Holzsplitter erahnen. Bis zu zwei Meter lange "Holzspreißel" sind im Umkreis von zwanzig Metern verteilt. Laut Auskünften der Bürger war der Baum bereits als Zwiesel vorgeschädigt. Nun wird er wohl nicht mehr zu retten sein. Viel zu gefährlich wäre es, wenn die Herbststürme die restlichen Äste abbrechen. Das Gewitter wütet aber auch über dem Bahnhof Kemnath-Neustadt. Wegen eines Blitzeinschlags war dort der Zugverkehr bis zum späten Nachmittag lahmgelegt. Fahrgäste mussten mit dem Taxi zu ihren Zielorten gefahren werden.















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.