Rund 50 Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Kastl waren am Mittwoch ins TSV-Sportheim gekommen, um sich von Bürgermeister Hans Walter über das aktuelle Geschehen in der Gemeinde informieren zu lassen. In der Kommune leben derzeit 1492 Einwohner und damit einer mehr als im Vorjahr. 15 Kastler (2024: 23) wurden geboren, 9 verstarben. Es gab 6 standesamtliche Trauungen, 11 Kirchenaustritte.
Mit sieben Wohnhausneubauten (2024: fünf) und vier Bauvoranfragen hält der positive Wohnbautrend an. Das neue Baugebiet umfasst 29 Bauplätze. Der Quadratmeterpreis beträgt 81,64 Euro. Verkauft sind 24 Bauparzellen, von denen 15 bereits bebaut werden. Das Gewerbegebiet Senkendorf umfasst 1,5 Hektar mit einem Hektar naturschutzrechtlicher Ausgleichsfläche. Die beiden Parzellen werden bereits bebaut.
Der Haushalt umfasst im Verwaltungshaushalt 4,147 Millionen und der Vermögenshaushalt 4,309 Millionen Euro. Dem Verwaltungshaushalt müssen 483.400 Euro vom Vermögenshaushalt zugeführt werden. An Gewerbesteuer werden 190.000 Euro und an Schlüsselzuweisung 350.000 Euro eingenommen und 800.000 Euro Kreisumlage bezahlt. Der Vermögenshaushalt muss durch eine Rücklagenentnahme von 2,102 Millionen Euro gestärkt werden und man erhält rund 2,082 Millionen Euro Fördermittel. Seit fast 20 Jahren ist keine Schuldenaufnahme mehr erforderlich gewesen. Großprojekte 2025 sind das neue Löschfahrzeug in Reuth (74.000 Euro), der Kinderhausneubau (1,56 Mio), TSV-Gesamtsanierung (200.000 + 150.000), Kernwegenetzbau (150.000), Breitbandausbau (1,160 Mio), Renaturierung Bauschuttdeponie (150.000).
Arztpraxis schließt
Der Kitaneubau mit Gesamtkosten von rund vier Millionen hat begonnen.
Die Probleme um den Neubau des Bauhofes bestehen weiterhin. Gegen die 2023 erteilte Baugenehmigung gab es eine erfolgreiche Klage eines Anliegers. Aktuell würden Optionen geprüft. Die Hausarztpraxis schließt 2026, das Praxisgebäude steht zum Verkauf. Geprüft wird, mit Kommunen ein Medizinisches Versorgungszentrum zu gründen.
Der Ausbau des Glasfasernetzes läuft zügig. Verträge sind bei der Telekom zu beantragen. Der Wegebau Weha-Mühlhof mit Gesamtkosten von 328.000 Euro und einem Eigenanteil von 104.000 Euro ist fast fertig. Im nächsten Jahr wird der Ausbau der Strecke Weha-Reislas geplant.
Für Senioren fand die Seniorenkirchweih statt. Hilfe gibt es vom Verein „Hand in Hand“. Örtliche Ansprechpartnerin ist Elisabeth Streng. Die Seniorensprechstunde am ersten Donnerstag des Monats von 18 bis 19 Uhr wird nur mäßig genutzt. Die Anfahrtermine des mobilen Dorfladens werden aufgrund gesunkener Frequenz durch Wegfall des zweiten Wochentages in Unterbruck und Kastl auf einen Tag reduziert. Für das Erntedankfest findet am 19. November eine Abschlussveranstaltung statt. Die Gemeinde prüft, eine BürgerApp einzuführen. Dazu kann man sich im Internet bei HeimatInfoApp informieren.
Fehlender Asphalt
Im Diskussionsteil wies ein Reuther Bürger auf fehlende Asphaltierung und mangelnde Verkehrssicherung im Bereich der Glasfaserausbaustrecke rund um Reuth hin. Zur Anfrage über die Ausweisung von Vorranggebieten für die Windkraft in der Gemeinde und im Kastler Sichtkreis erklärte der Rathauschef, dass durch den Einwand der Gemeinde und vor allem durch militärischen Belange die im Regionalplanentwurf vorgesehenen Gebiete im Gemeindebereich Hessenreuther Wald um am Rauhen Kulm restlos gestrichen wurden. Dafür steht eine gemeinsame Vorrangfläche der Kommunen Immenreuth, Kastl, Kemnath und Kulmain im Bereich des städtischen Waldgebietes Flötz zur Verfügung.
Hauptpunkt der Rederunde war die geplante Hauptamtlichkeit des Bürgermeisters. Pro Jahr müssten 60.000 Euro an Mehrkosten aufgebracht werden. Eine Rednerin verwies darauf, dass allein die CSU-Fraktion und der Bürgermeister für die Hauptamtlichkeit stimmten. Ein Bürgerbegehren ist nicht möglich. „Die Aufgaben in der Verwaltung und damit des Bürgermeisters werden immer mehr und sind nebenberuflich nicht mehr zu bewältigen. Wachsende Personalverantwortung, bauliche Themen und Behördentermine erfordern immer mehr Zeitaufwand, der in Teilzeit nicht mehr leistbar ist“, hatte Bürgermeister Walter bereits zuvor erklärt. Weitere Mehrkosten für zusätzliches Verwaltungspersonal sei nicht erforderlich. Mehrere Redner stellten sich hinter die Entscheidung. Nebenamtlich sei die Aufgabe nicht mehr zu erfüllen.






















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