16.04.2019 - 12:05 Uhr
Kastl bei KemnathOberpfalz

Bunt, bunter, Kastl

Der bunte Abend des Pfarrgemeinderates in Kastl war ein toller Erfolg. Alle hatten Spaß, die Akteure und das Publikum. Erna Grabovski führte durch das Programm. Da war Lachmuskeltraining vorprogrammiert.

von C. & W. RupprechtProfil

Nach elf Jahren war es wieder Zeit für einen bunten Abend, dachte sich der Pfarrgemeinderat in Kastl. Mit Unterstützung von Margit Stich stellten die Verantwortlichen ein tolles Programm zusammen. Der Saal im Pfarrheim war bis zum Bersten gefüllt. Immer wieder mussten noch Stühle dazugestellt werden. Thomas Deubzer vom Pfarrgemeinderat begrüßte das Publikum.

Er trat als Hausmeister auf und half Margit Stich als Erna Grabovski, die ironisch durch das Programm führte und mit dem Hausmeister zu den Auftritten lustige Kommentare abgab. Es ist immer wieder erstaunlich, wie vielseitig Margit Stich Augenaufschlag, Gestik und Mimik einzusetzen vermag. Auch Thomas Deubzer zeigte sein schauspielerisches Talent und sorgte für Gelächter, als er mit einem überdimensionalen Flaschenöffner sein Bier zu öffnen versuchte.

Mesner als Patientin

Der Kirchenchor unter Leitung von Albert Schraml sang sich in die Herzen der Besucher und trat zwischen Sketchen und Spielen auf. Mit seinem Schlagermedley weckte er Erinnerungen und sorgte für Urlaubssehnsucht. "Ein Schiff wird kommen", "Weine nicht kleine Eva", "Anita" und viele andere Songs verführten zum Mitsummen und Mitsingen. Ebenso sorgten die "Kastler Spatzen" (Männergesangsverein) mit "Eine weiße Rose" für Stimmung.

Ein großer Erfolg war der Sketch "Beim Doktor": Adolf Pinzer als Arzt bekam Besuch von einer Patientin. Er forderte Frau Josefine immer wieder auf, sich schon mal frei zu machen. Diese gehorchte, wenn auch unter viel Gezeter. Als sie endlich drei Röcke und drei Blusen ausgezogen hatte und dabei eine wortreiche Auseinandersetzung darüber mit dem Doktor führte, kam endlich heraus, dass sie eigentlich nur eine Rechnung hatte bezahlen wollen. Besonders lustig fanden die Zuschauer, dass Josef Weidner, Mesner in Kastl, die Patientin spielte und schließlich nur noch in BH und Unterrock auf der Bühne stand.

Margit Stich trat als MFFV auf - als Metzgerfleischereifachverkäuferin Fanny. Sie erzählte aus ihrem Leben und Alltag in der Metzgerei und nahm dabei so manches "Erlebnis" aufs Korn. Auch "Trude Herr" (Rosi Schleicher) war zu Gast. Mit ihrem Lied "Ich will keine Schokolade" lieferte sie einen der Höhepunkte des Abends ab. Auf der Suche nach einem Mann lief sie durch das Publikum und verteilte die Schokolade aus ihrer Handtasche. Dabei umgarnte sie die Männer gekonnt mit facettenreicher Mimik und umschwärmte auch Pfarrer Stretz. Nach einer Zugabe überreichte Erna Grabovski ihr daraufhin die goldene "Schokoladen"-Tafel.

Neben den musikalischen und schauspielerischen Einlagen zeigten die Minis (Ministranten) und die Maxis (Kastler Burschenschaft) zwei Spielewettbewerbe. Beim Nagelwettbewerb hatten die Burschen dabei längere Nägel und "falsche, veränderte Hämmer", um den Minis eine Chance zu geben. Diese gewannen prompt die Bonboniere.

Werbung wie im Fernsehen

Auch beim "Endlosfadenessen" waren die Minis die Sieger. Die Gesichtsakrobatik, die nötig war, um die essbaren Schnüre möglichst schnell in den Mund zu bringen, ohne die Hände benützen zu dürfen, war köstlich anzuschauen. Natürlich sahen Erna Grabovski und Hausmeister Thomas Deubzer dabei genau zu und gaben ihre Kommentare ab.

Während der Umbauzeiten zwischen den Darbietungen wurde "Werbung" dazwischen gestreut: Die Darsteller spielten pantomimisch, was Erna Grabovski erzählte. Max Brand spielte bei der Zahnpastawerbung mit und erntete viel Applaus, als seine Zähne schließlich schwarz wurden.

Doch auch Andrea Zeitler und Dominik Kugler als Familienoberhäupter mit den Minis Alexandra Pühl, Annika Leibl und Johanna Deubzer erhielten mit ihrer Szene beim Mittagessen mit Spaghettisoße viel Gelächter, als sie "Kloro" (Klopapier) als Servietten benutzten. Bastian Brand und Jakob Hösl spielten Vater und Sohn, die nach einer Lösung für Morgenmuffel Basti suchten. In Jacobs "Dröhnung" fanden sie sie schließlich: Eine Vuvuzela machte Basti zuverlässig wach.

Der Höhepunkt aber war der Auftritt der "Vielharmoniker" - eine Reihe von Mädels, die in Anlehnung an die "Comedian Harmonists" in weißem Hemd und Anzug auftraten und in gekonnter Choreographie die 1920er und 1930er Jahre aufleben ließen und nur mit Zugabe vom Publikum entlassen wurden.

Der Abend ging kurzweilig und mit leckeren Brotzeiten versorgt, viel zu schnell vorbei. Thomas Deubzer überreichte Margit Stich ein kleines Dankeschön für die Organisation und tolle Umsetzung des Abends.

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