22.10.2020 - 14:33 Uhr
Kastl bei KemnathOberpfalz

Chiliernte in Kastl

Nicht jeder mag sie, die scharfen Geschwister der Paprika. Aber Hobbygärtner Konrad Götz aus Kastl möchte Chilis nicht missen.

Eine reiche Ernte konnte Chililiebhaber Konrad Götz aus Kastl verzeichnen. Etwa 200 Früchte von insgesamt 11 Pflanzen können sich sehen lassen.
von C. & W. RupprechtProfil

Im Oktober ist Erntehochsaison. Nicht nur wegen Erntedank. Jeder Gärtner fürchtet die ersten Nachtfröste und bringt schnell seine Früchte ein. Was zu viel ist, wird weiterverarbeitet und haltbar gemacht. Es gibt viele Methoden, sich einen Vorrat anzulegen. Man kann die Früchte in Essig oder Öl einlegen, kann sie einkochen oder trocknen. Manche eignen sich auch zum Einfrieren. Konrad Götz hat sich für das Trocknen entschieden.

Er liebt Chili und baute gleich vier Sorten an. Heuer hat er eine wahre Rekordernte "eingefahren". Er kaufe seine Pflanzen im Frühjahr bei einer Gärtnerei in Neusorg. "Dort gibt's Spezialisten für Chilis", verrät er. Schon seit vielen Jahren darf die Chili in seinem Treibhaus nicht mehr fehlen.

Heuer hat er sich für die Sorten Joe's Long, Jalapeno, Havasu und Thai Dragon entschieden. Auch die sehr scharfe Habanero hatte er schon im Sortiment. Der Schärfegrad der schlanken Früchtchen geht von 2,0 bis 9,0. Die Größe der Schoten ist je nach Sorte zwischen 3 und 30 Zentimeter. Doch es gibt auch runde Chili, die man lieber nicht mit Coctailtomaten verwechseln sollte.

Für die Schärfe ist das Capsaicin verantwortlich. Man nimmt an, dass die Pflanze ihre Samen mit der Schärfe vor Fressfeinden schützen will. "Es war bisher eine reiche Ernte, und diese geht noch weiter, da noch nicht alle scharfen Früchtchen reif sind!", erzählt er zufrieden. Von elf Pflanzen hat Götz bisher weit über 200 Chilifrüchte geerntet. Diese werden getrocknet und zu Pulver verarbeitet.

Die Thai Dragon kann auch jedoch auch als dekorative Topfpflanze auf dem Fensterbrett im Zimmer herangezogen werden, meint der Chililiebhaber. Die milde Havasu ist für den direkten Verzehr gut geeignet. Joe's Long und Jalapeno sind aber scharfe Chilis und eignen sich zum Würzen.

Auch Peperoni gehören zu den Chiligewächsen.
Manche Sorten eignen sich auch zum Anbau auf der Fensterbank und dem direkten Verzehr.
Chilis wehren mit ihrer Schärfe Fressfeinde ab. Diese schlanken Früchte schauen schon richtig scharf aus!
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