29.10.2018 - 11:35 Uhr
Kastl bei KemnathOberpfalz

Die drei von der "Musik-Tankstelle"

Die Kirchenmusik spielt im Gottesdienst eine große Rolle, doch auch sie befindet sich im Wandel. Das merken Musiker besonders bei einem Abend in Kastl.

Christian Weinzierl, Christian Omonsky und Jürgen Zach (von links) begeisterten die Zuhörer im Pfarrheim Kastl mit neuen geistlichen Liedern.
von Josef ZaglmannProfil

Neben den lateinischen und deutschen Messen und Chorsätzen bekannter Komponisten gibt es seit einigen Jahren auch das "Neue Geistliche Lied". Der Verein "Musica e Vita" (Musik und Leben), der 1994 von Musikern im ostbayerischen Raum gegründet wurde, schafft dafür eine Plattform. Bei ihm handelt es sich um eine internationale Vereinigung zur Förderung des "Neuen Religiösen Liedes".

Im vollen Pfarrheim in Kastl begrüßte Birgit Kneidl, Leiterin des Chores "Laudate" Kastl, zahlreiche interessierte Sänger und Musiker aus der Region zu einem besonderen Abend, der nun diesen "Neuen Geistlichen Liedern" gewidmet war. Bei dieser "Liedertankstelle" wurden mehrere Lieder vorgestellt. Da jeder Teilnehmer ein kostenloses Heft mit elf "Neuen Geistlichen Liedern" bekam, konnten alle gut mitsingen.

Die drei "Tankwarte" Christian Omonsky (Drums), Christian Weinzierl (Bass) und Jürgen Zach (Gitarre) zogen mit ihrem instrumentalen Können die Zuhörer von Anfang an in ihren Bann. Vor allem Jürgen Zach sorgte mit seinem Gesang und seinen humorvollen Moderationen für eine aufgelockerte Stimmung. Er sang nicht nur vor, sondern stellte auch die einzelnen Verfasser vor und erklärte den Lied-Inhalt, die Melodieführung, die Harmonien in der Begleitung und den Rhythmus so, dass es alle verstanden. In der Pause sorgten die Sängerinnen von "Laudate" für eine Stärkung.

"Gottes Freundschaft, Nähe und Liebe spüren wir", lautete eine Stelle im ersten Lied "Du lädst uns ein". Sehr schwungvoll war das Loblied zum Gloria ("Ehre sei dir, Gott, in der Höhe"). Als langsamen Jazzwalzer intonierte das Trio das moderne "Vater unser" ("Jesus in unserer Mitte bist du"). Sehr gut gefiel den meisten das vierstimmige Weihnachtslied "Im Schein der Kerzen die Ruhe suchen, voller Hoffnung auf das, was kommt".

Von Matthias Roth stammte das Lied "Seht, da ist der Mensch, Ebenbild Gottes, so wertvoll geliebt". Gar nicht schwer zu singen war "Verwandle die Gaben, verwandle uns" ("Du nimmst das Brot an als Zeichen der Liebe"). Zum Thema "Trauer, Tod, Hoffnung und Leben" hatten die Autoren das Lied "Aus Staub sind wir genommen" von Joachim Raabe in ihre Liedersammlung aufgenommen. "Endlich ein modernes Trauerlied mit einem schönen Text und einer eingängigen Melodie", meinten einige Besucher.

Sehr gut in die heutige Zeit mit ihrer Flüchtlingsproblematik passte das Lied "Bringt den Durstigen Wasser, gebt den Fremden Heimat" von Michael Lätsch. Mit dem besinnlichen Abendlied "Dazu segne uns Gott" von Barbara Großmann verabschiedeten sich die drei "Tankwarte". Mit ihrer Überzeugungskraft und ihrer sehr differenzierten Liedbegleitung trugen sie dazu bei, dass die "Neuen Geistlichen Lieder" beim Publikum gut ankamen. Langanhaltender Beifall belohnte sie für ihren Einsatz. Birgit Kneidl bedanke sich bei den Musikern mit einem Präsent.

Jürgen Zach, Christian Omonsky und Christian Weinzierl (von links) begeisterten die Zuhörer im Pfarrheim Kastl mit neuen geistlichen Liedern.
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