Den Luxus, eine der beiden Kommunen im Landkreis mit eigener Bauschuttdeponie für ihre Bürger zu sein, besitzt die Gemeinde. Sie ist aber auch verpflichtet, diese kostendeckend zu betreiben. Um dies zu erreichen, müssen nun die Gebühren angehoben werden. Gleichzeitig will der Gemeinderat einige Unsitten in den Griff bekommen.
Die Gebühren wurden in den vergangenen Tagen neu kalkuliert, führte Bürgermeister Hans Walter zu diesem Tagesordnungspunkt in der Gemeinderatssitzung am Dienstag aus. „Eine Überrechnung der Kosten für den Unterhalt, den Betrieb und die Nachsorgekosten der bestehenden Bauschuttdeponie der Gemeinde hat ergeben, dass die derzeit festgesetzten Entgelte von 4 Euro pro Kubikmeter die Kosten nicht mehr decken“, informierte Walter. Unter Einbeziehung der Kosten für die geringfügige Beschäftigung eines weiteren Deponiewarts und weiterer Aufwendungen werden für einen Kubikmeter angelieferten Bauschutt und Erdaushub 6 Euro erhoben werden müssen, betonte der Bürgermeister.
Der neu errechneten Gebühr stellte Hans Walter die Vergleichszahlen privater Entsorger gegenüber. Bis zu 70 Euro pro Kubikmeter werden verrechnet. Auf einstimmigen Beschluss setzte der Gemeinderat ein Entgelt von 6 Euro pro Kubikmeter angelieferten Materials fest. Die Erhöhung tritt ab 1. Juli in Kraft. Allerdings gibt es nach den Worten des Bürgermeisters auch Schlitzohren: Sie laden mehr Material auf der Bauschuttdeponie ab als sie bei der Gemeinde angemeldet haben. Oft werde zudem über die Menge des angelieferten Materials diskutiert. „Wir brauchen eine vernünftige Grundlage um zu wissen, was sich auf dem Platz abspielt“, sagte Hans Walter. Nachvollziehbar sei dies nur bei einer Überwachung per Video, führte das Gemeindeoberhaupt aus. Der Gemeinderat erteilte die Zustimmung, die Verwaltung damit zu beauftragen, eine Videoüberwachung zu installieren.















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