Die Thematik der kostenlosen Restmüllsäcke war nicht neu im Gemeinderat, ein entsprechender Antrag der FW-Fraktion war im September mehrheitlich noch abgelehnt worden. In der Februar-Sitzung war der Antrag von der FW-Fraktion erneut eingebracht worden - mit Verweis auf die gefundene Regelung in der Nachbarkommune Kemnath. Der genannte Personenkreis habe zweifellos ein erhöhtes Abfallaufkommen bei der Entsorgung von Inkontinenz- beziehungsweise Stoma-Artikeln, so dass das Volumen der Restmülltonne häufig nicht ausreiche, wurde in der Sitzungsvorlage festgehalten.
Nun wurde eine unbürokratische Lösung gefunden, um den betroffenen Personenkreis zu berücksichtigen: Analog zu der Regelung in Kemnath haben sich die drei Kemnather Apotheken Schug am Turm, Stadtapotheke und Vorstadt-Apotheke bereit erklärt, die kostenlose Restmüllsäcke auszugeben, die sie wiederum von der Verwaltung bekommen.
Die Müllsäcke werden - beim Kauf entsprechender Inkontinenz- und Stoma-Artikel - ausschließlich an Privatpersonen abgegeben, die ihren Wohnsitz in Kastl nachweisen. Pflegeeinrichtungen sind vom Bezug ausgeschlossen. Pro Jahr werden sechs Müllsäcke je Person zur Verfügung gestellt, das Programm ist vorerst auf zwei Jahre befristet. Gegen den Beschluss sprach sich lediglich CSU-Fraktionssprecher Arno Stahl aus.















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