23.04.2019 - 12:20 Uhr
Kastl bei KemnathOberpfalz

Gütesiegel in Reichweite

In der Gemeinderatssitzung informierte Bürgermeister Josef Etterer über seinen Antrag zum "Gütesiegel Heimatdorf 2019". Die Fraktion der Freien Wähler beantragte den Beitritt zum Verein "Seniorengemeinschaft - Generation Hand in Hand".

Sieht so der Blick auf einen Ort aus, der das Gütesiegel Heimatdorf „2019“ trägt? Wenn es nach Kastls Bürgermeister Josef Etterer geht, könnte dies bald der Fall sein.
von C. & W. RupprechtProfil

Bürgermeister Josef Etterer hat die Gemeinde Kastl zum Gütesiegel "Heimatdorf 2019" angemeldet. Dieses ist ein Wettbewerb für kleine Gemeinden im Freistaat bezüglich Lebensqualität und Heimatverbundenheit. Bayernweit werden dabei je Regierungsbezirk zwei Kommunen prämiert. Sie erhalten eine Geldprämie von jeweils 50 000 Euro. Sollten die Gemeinden in einem "Raum mit besonderem Handlungsbedarf" liegen, steigt die Prämie auf 60 000 Euro. Dieses Geld soll in Projekte der jeweiligen Kommunen fließen.

Gemäß einem Schreiben vom 1. April gehört die Gemeinde Kastl zur engeren Auswahl mit vier Finalisten. Die nächsten Schritte sind nun das Einreichen einer Projektskizze bis zum 2. Mai und eine Besichtigung vor Ort bei einem gemeinsamen Rundgangs.

Die Freie Wählergemeinschaft beantragte in der Sitzung den Beitritt der Gemeinde Kastl in den Verein "Seniorengemeinschaft - Generation Hand in Hand" Dieser ist im Sinne einer erweiterten Nachbarschaftshilfe tätig. Er unterstützt Hilfsbedürftige durch Hilfen im und rund ums Haus durch Besuchs-, Einkaufs-, und Arztfahrten oder auch durch Begleitdienste sowie durch kleine handwerkliche Hilfen. Der Helfer erhält hierfür entweder eine finanzielle Anerkennung oder er kann die geleisteten Stunden für den Fall, dass er später selbst Hilfeleistungen in Anspruch nehmen möchte, ansparen. Der Verein vermittelt aus dem Mitgliederbereich Helfer an Hilfsbedürftige und übernimmt die Abrechnung.

Aus Sicht der Freien Wählergemeinschaft wird in der Gemeinde Kastl von den Bürgern bereits ein außerordentliches Engagement praktiziert, sei es in Ehrenämtern, in Vereinen, zwischen Nachbarn oder im privaten Bereich. Mit dem Beitritt in den Verein könnte ein weiteres Angebot geschaffen werden, um gerade älteren Mitbürgern den Alltag zu erleichtern und ein möglichst langes selbstbestimmtes Wohnen in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Die Freien Wähler beantragten, ihr Gesuch auf die Tagesordnung einer der nächsten Sitzungen zu setzen und dann über den Beitritt abzustimmen.

Bürgermeister Josef Etterer informierte über die Ergebnisse der Wasseruntersuchungen an den Tiefbrunnen eins und zwei. Beide Brunnen entsprechen den bakteriologischen Anforderungen.

Dem Antrag des Vereins Donum Vitae auf Unterstützung stimmte das Gremium zu. Es stellte wieder - wie in den vergangenen Jahren - 250 Euro zur Verfügung.

Gerhard Dobmeier (FW) erkundigte sich nach dem aktuellen Stand bezüglich der in der Bürgerversammlung beantragten Sitzbank am Dorfplatz. Laut Etterer ist es hier zu Verzögerungen gekommen. Man befinde sich momentan in der Angebotsphase.

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