Zwanzig Jahre lang leitete Hans Zeitler die Deponie Neuenreuth in der Gemeinde Kastl. Jetzt hat der 82-Jährige sein Amt aufgegeben, Gründe waren gesundheitlicher Natur, wie er gegenüber Oberpfalz-Medien einräumte. Sein Nachfolger ist Maximilian Weißmeier. Der dreißigjährige leitet nun seit dem 1. April die Deponie. Geöffnet hat die Deponie in Neuenreuth jeden Samstag von 10 bis 12 Uhr und Mittwoch von 16 bis 17 Uhr. Gesammelt werden dort ausschließlich Grünabfälle, wie Grasschnitt und Sträucher.
Damals sehr anstrengend
Hans Zeitler arbeitete früher in Brauereien in Kemnath und Friedenfels als Kraftfahrer. Im Alter von 61 Jahren ereilte Zeitler ein Schlaganfall, sodass er beruflich kürzertreten musste. Die Deponie hat eine Fläche von etwa 3200 Quadratmetern, dort werden jetzt ausschließlich Grünabfälle eingelagert. „Früher wurde auch Bauschutt und überflüssiges Erdreich hier gelagert, aber jetzt nicht mehr“, sagte Zeitler. „Das war dann schon oft anstrengend, wenn ganze Lastwägen ihr Zeug abluden“, erinnert sich der Senior. Die eingelagerten Grünabfälle werden hier aufbewahrt, ehe sie später abgeholt und verwertet werden. „Pro Monat werden rund 50 Kubikmeter Grünabfälle zur Deponie gebracht, für das Abliefern der Abfälle werden kleine Gebühren verlangt“, sagte Zeitler, der darüber genau Buch führte. Geöffnet hat die Deponie Neuenreuth übrigens von März bis November. „Ich denke, mit meinen 82 Jahren kann ich jetzt schon aufhören, zumal ich immer mehr Probleme mit meinen Augen habe“, sagte Zeitler. Daheim freut sich seine Frau Maria, mit der er seit fast fünf Jahrzehnten verheiratet ist, jetzt auf mehr gemeinsame Zeit. Zur Familie gehören noch zwei Kinder und drei Enkel. „Ich war Angestellter der Gemeinde Kastl, ich bin froh, dass wir einen Nachfolger gefunden haben“, sagte Zeitler. Mit seinen „Kunden“ hatte Zeitler nie Probleme, „man kennt sich eben“. Eine eigene Ausbildung oder Schulungen hat er nie genossen.
Weißmeier übernimmt
Sein Nachfolger ist der dreißigjährige Bauingenieur Maximilian Weißmeier, der beruflich bei der Stadt Marktredwitz beschäftigt ist. Zum 1. April hat er die Nachfolge von Hans Zeitler übernommen. Pro Kubikmeter Grünabfall werden acht Euro fällig. „Wir haben rund 150 Anlieferer aus unserer Gemeinde, überwiegend sind das alles Stammgäste“, sagt Weißmeier. Für ihn ist dieser Einsatz in der Deponie ein willkommener Ausgleich zum Beruf, weitere Hobbys sind der Burschenverein Kastl und das Radfahren.
Deponie Neuenreuth bei Kastl
- Deponie hat jeden Mittwoch von 16 bis 17 Uhr und jeden Samstag von 10 bis 12 Uhr geöffnet
- Gesammelt werden ausschließlich Grünabfälle






















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