09.04.2021 - 11:54 Uhr
Kastl bei KemnathOberpfalz

Hausbau in einem Tag fix und fertig

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Familie Albersdörfer hat sich in Kastl den Traum vom eigenen Haus erfüllt. Hierfür hat sie sich für die Modulbauweise entschieden. Dabei kommen fertige Zimmer auf die Baustelle, die nur noch miteinander verbunden werden müssen.

Das Ehepaar Lisa und Maximilian Albersdöfer ist mit den beiden Töchtern ins eigene Haus in Modulbauweise eingezogen. Beide würden wieder so bauen.
von C. & W. RupprechtProfil

In Kastl wird an allen Ortsrändern kräftig gebaut. Die unterschiedlichsten Baustile sind da zu entdecken. Ein Haus stand sogar von einem auf den anderen Tag da. Wer nun denkt, dass es sich dabei um ein Fertighaus handelt, der irrt. Wer das Glück hatte, beim Hausbau zuzusehen, weiß es besser. Das Ehepaar Albersdörfer hat sich nämlich für die sogenannte Modulbauweise entschieden.

Kennengelernt haben die zwei diese Art des Bauens auf der Baumesse in Weiden. "Wir suchten eine Möglichkeit, den Traum vom eigenen Haus schnell zu realisieren, da wir kleine Kinder haben und auch vermeiden wollten, monatelang die finanzielle Doppelbelastung von Hausbau und Mietzahlungen tragen zu müssen", erklärt Lisa Albersdörfer. Ihr Mann Maximilian betont, dass er nicht in Holzständerbauweise bauen wollte. Bei der Firma Dennert aus Schlüsselfeld sind sie schließlich fündig geworden. Diese bietet die Modulbauweise an, die übrigens in Schweden bereits die bevorzugte Bauweise darstellt. Dabei werden die Wände des Hauses aus Beton gefertigt. Es entstehen keine einzelnen Wände, wie in der Holzständerbauweise, sondern ganze Zimmer.

Module vorab auf Fotos gesichtet

"Leider konnte wegen der Corona-Pandemie die Führung durch das Werk, in dem unser Haus produziert wurde, nicht stattfinden", bedauert das Ehepaar. Doch es konnte die Module bereits auf Fotos vorab bewundern. Ab Auftragserteilung musste Familie Albersdörfer ein Jahr auf ihr Haus warten, dann ging alles flott. Innerhalb von zwei bis drei Monaten entstanden ihre Raummodule im Werk der Firma Dennert. Die Module wurden im Unternehmen mit Fliesen, Fenstern, Armaturen und Badkeramik ausgestattet. Auf der Baustelle waren nur drei Streifenfundamente und Schotter dazwischen nötig, denn die Bodenplatte brachten ja die Module mit. Am Tag des Aufstellens wurde von morgens um 7 Uhr bis abends um 17 Uhr gearbeitet. Dann stand das Haus fix und fertig mit Dacheindeckung da. Zwischen den Modulen blieben nur kleinste Spalten, die mit Metall verschweißt und mit Flüssigbeton ausgegossen wurden. Ein zusätzliches Gitter verhindert die Rissbildung.

Flexible Umgestaltung möglich

"Wir sind sehr zufrieden mit unserem Haus, zumal, trotz Übergabe an eine Baufirma, viele flexible Möglichkeiten erhalten blieben", betont das Ehepaar Albersdörfer. Da der Dachstuhl freitragend gearbeitet wurde, konnte im Obergeschoss mit den Betonwänden gespart und die Zimmer in Trockenbauweise abgetrennt werden. Das erhält die Flexibilität für spätere Umgestaltungswünsche. "Gut fanden wir auch, dass einzelne Baugewerke ausgenommen werden können, wenn man zum Beispiel selbst fliesen möchte oder die Küche bei einem anderen Anbieter kaufen will." Auch bei der Suche nach Unternehmen, die beim Innenausbau helfen können, wurden die Bauherren von der Firma Dennert unterstützt. Vier Wochen nach dem Aufstellen der Module wurde das Märchen für die Familie wahr. Das Ehepaar Albersdörfer zog mit seinen beiden kleinen Töchtern ein. "Wir sind total zufrieden und würden wieder so bauen", betonen beide.

"Wir sind sehr zufrieden mit unserem Haus, zumal, trotz Übergabe an eine Baufirma, viele flexible Möglichkeiten erhalten blieben."

Lisa und Maximilian Albersdörfer

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Weiden in der Oberpfalz
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