17.04.2019 - 11:50 Uhr
Kastl bei KemnathOberpfalz

Kastl soll aufblühen

Die Gemeinderäte der Gemeinde Kastl wollen dem Insektensterben entgegenwirken und beabsichtigen deshalb im Gemeindegebiet mehrere Blühflächen zu schaffen.

Schon bald könnten, wenn es nach dem Gemeinderat von Kastl geht, Blühflächen bei den Tiefbrunnen entstehen.
von C. & W. RupprechtProfil

Um dies zu erreichen, stellt die Gemeinde Kastl einen Antrag zur Bezuschussung bezüglich der Schaffung von Blühflächen im Gemeindegebiet.

Einleitend gab es für die Gemeinderäte in der Sitzung eine Präsentation vom Naturpark nördlicher Oberpfälzer Wald zum Thema "Umsetzung Blühpakt Bayern", ein Projekt zum Erhalt und zur Schaffung von blütenreichen Wiesen, Säumen, Brach- sowie Blühflächen. Zu Beginn wurden die Ursachen für den Rückgang der Insekten dargelegt. Hier wären die Änderung der landwirtschaftlichen Bewirtung und gleichzeitig die Intensivierung der Bewirtschaftung von Abstandsflächen aber auch die Grünanlagen und Gärten in Wohnumgebungen zu nennen. Der Ansatz dem Rückgang entgegenzutreten ist, wieder mehr Lebensraum für Blühpflanzen und damit auch für die Insekten zu schaffen.

Als Maßnahmen kämen beispielsweise bei den Straßenrändern die Reduzierung der Mahdhäufigkeit, die Entfernung des Mähgutes und der Verzicht auf flächiges kilometerlanges Mulchen infrage. Insgesamt wäre es wichtig, dass sich die Einstellung ändere und der Begriff "Sauberkeit" diesbezüglich überdenkt werde. Förderungsvoraussetzung sei eine fünfjährige Zweckbindung. Der Förderungssatz betrage dann 70 Prozent. Die Mindestgröße der Flächen belaufe sich auf circa 500 Quadratmeter, die Standzeit auf fünf Jahre. Für die Einsaat kämen mehrjährige Saatmischungen wie "Blühende Landschaft" zum Einsatz. Wichtig sei, dass auch Privatpersonen eine Förderung bekommen könnten.

Für die Förderung kämen Flächen unter anderem bei den beiden Tiefbrunnen, beim Bauschuttplatz, bei der Streuobstwiese in Altköslarn, der Wall und die Einfahrt ins Baugebiet Heckenring, die Radwegunterführung unter die Staatsstraße oder die gemeindeeigene Fläche in der Bachgasse infrage. Das Gremium beschloss einstimmig, alle potenziellen Flächen in den Antrag aufzunehmen.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt waren drei Anträge zum Vollzug des Baugesetzbuches. Eine ortsansässige Firma beantragt den Umbau von Büroräumen in Laborräume. Die Gemeinderäte stimmten dem Vorhaben zu. Gleiches taten sie bei dem Antrag einer Familie zur Errichtung eines Nebengebäudes und einer Dachgaube auf dem Wohnhaus. Hierzu waren Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes notwendig. Ebenso stimmten die Räte dem Neubau eines Wohnhauses mit Garage im neuen Baugebiet Heckenring zu.

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