Der Gemeinderat sprach sich in seiner jüngsten Sitzung einhellig für das RIS aus. Dadurch sollen die bisher in Papierform erfolgten Sitzungseinladungen, -niederschriften, Anlagen und sonstiges Informationsmaterial künftig auf einer Plattform digital hinterlegt werden. Bürgermeister Hans Walter informierte, dass die Einladungen zu den Gremiensitzungen und die Anlagen dazu erstmals im Oktober über das RIS erfolgen. Dann werden die Unterlagen und Ladung parallel dazu auch noch in Papierform versandt, damit bei eventuell auftretenden Problemen Ladungen nicht oder nur teilweise erfolgen. "Aber ich gehe davon aus, dass wir das System nun intensiv nutzen, auch wenn wir uns noch etwas hineintasten müssen", meinte der Bürgermeister.
Postweg weiter als Notlösung
CSU-Sprecher Marco Streng betonte, dass auf diese Art und Weise sehr viel Papier eingespart werden könne. Der Postweg solle aber als "Notlösung" weiterhin möglich sein. Das sah auch FW-Sprecher Gerhard Dobmeier so: Mit dem RIS betrete man Neuland, die "Notlösung" Papier sei sinnvoll. Interessant - und in Teilen auch amüsant - war die Diskussion zur Namensfindung für die geplante Ringerschließung im Baugebiet "Lettenwiese Erweiterung II". Bürgermeister Hans Walter schlug hier die Bezeichnung "Lärchenring" in Anlehnung an einen geläufigen Flurnamen "Lärchenbühl" in der Umgebung vor. Andererseits, so Walter, gebe es hier auch einen Bezug zur heimischen Fauna und Flora, wofür die Lärche als Baum des Jahres 2012 ebenfalls stehe.
Arno Stahl führte im Anschluss aus, dass Kastl keinen weiteren "Ring" brauche. Davon gebe es schon genügend. Die CSU-Fraktion habe sich deswegen auf "Lärchenbühl" verständigt. FW-Sprecher Gerhard Dobmeier machte auf die Verwechslungsgefahr aufmerksam, wenn man den Flurnamen als Straßennamen verwende. Generell plädierte er dafür, lieber bei "Ring" zu bleiben. Beim Aufgreifen des Flurnamens sei aber auf alle Fälle zu beachten, dass man eben nicht vom Baum "Lärche", sondern vom Vogel "Lerche" spreche.
Wie im Bayernatlas
Dies wiederum sorgte bei Stahl und Bürgermeister Walter für etwas Verwirrung. Man kam zwar überein, dass es beide Bezeichnungen mit "e" und "ä" gibt, da aber auch im Bayernatlas vom "Lerchenbühl" die Rede ist, einigte man sich auf den Vogel - und schließlich einhellig auch auf den "Lerchenbühl".















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