Kastl bei Kemnath
17.07.2026 - 14:08 Uhr
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Kastler Gemeinderat beendet Energiemonitoring

Energiemonitoring und Ehrungen: Damit beschäftigten sich die Kastler Räte. Diskutiert wurde, ob der Service der Bayernwerk Natur GmbH noch gebraucht wird. Außerdem hinterfragte das Gremium die Zahl der Ehrenbürger.

Die Gemeinde Kastl kündigte den Service des Energiemonitorings. Auf der Internetseite der Kommune wurden dabei Daten über lokale Erzeugung und den Verbrauch von Strom bereit gestellt. Bild: Susan Montoya Bryan
Die Gemeinde Kastl kündigte den Service des Energiemonitorings. Auf der Internetseite der Kommune wurden dabei Daten über lokale Erzeugung und den Verbrauch von Strom bereit gestellt.

Seit 2020 nutzt die Kommune Kastl den Service eines Energiemonitorings der Bayernwerk Natur GmbH. Dieses umfasst Informationen über lokale Erzeugung und den Verbrauch von Elektrizität. Ebenso werden Daten zur Einspeisungen ins Stromnetz bereitgestellt, erklärte Bürgermeister Hans Walter in der Sitzung. Die Bürger können die Werte auf der Internetseite der Gemeinde Kastl einsehen, die Werte bei der regionalen Stromerzeugung, auch der Verbrauch, werden im 15-Minuten-Takt aktualisiert. "Für das Gesamtpaket muss die Gemeinde 1556,52 Euro pro Jahr bezahlen", teilte der Bürgermeister mit. Weil der Dienst nicht mehr benötigt werde, schlug die Verwaltung vor, das Energiemonitoring zu kündigen. Einstimmig beschlossen die Gemeinderäte, den Vertag zu widerrufen.

Künftig nur noch drei Ehrenbürger

In Kastl werden die kommunalen Ehrungen neu geregelt. Nachdem die Satzung, in der die einzelnen Ehrungen, sowie die Voraussetzungen und der Verfahrensablauf geregelt sind, seit 1992 in Kraft ist kam sie nach über 30 Jahren auf den Prüfstand. Ebenfalls seit über 30 Jahren gibt es eine ergänzende Satzung, die Richtlinien für Nachrufe und die Ehrengaben als besondere Ehrenbezeigung der Gemeinde für einen bestimmten Personenkreis festlegt.

"Die Lebenssachverhalte und Wertanschauungen haben sich deutlich verändert“, hieß es in der Sitzungsvorlage. Im Satzungsentwurf, der von Geschäftsleiter Reinhard Herr in der jüngsten Gemeinderatsitzung vorgestellt wurde, sind die Formen der Ehrungen durch die Gemeinde eingearbeitet, so dass nur noch ein Regelwerk für die Gemeinde besteht.

Der Gemeinderat einigte sich darauf, dass es in Kastl drei Ehrenbürger geben soll. Die höchste Auszeichnung kann an Persönlichkeiten verliehen werden, die durch ihre außergewöhnlichen Leistungen und Verdienste die Entwicklung der Gemeinde entscheidend beeinflusst und das Ansehen von Kastl beträchtlich gemehrt hätten. Keine Begrenzung gibt es bei der Verleihung von Bürgermedaillen und Ehrennadeln, die Kastl auch an Menschen übergeben kann, die nicht im Ort wohnen. Anstelle von Kranzspenden leistet die Kommune eine finanzielle Ehrengabe von bis zu 100 Euro für die Grabpflege oder eine Spende für einen gemeinnützigen Zweck. Eine Veröffentlichung eines Nachrufs in der Presse erfolge nur für amtierende oder ehemalige Erste und Zweite Bürgermeister, Ehrenbürger und Persönlichkeiten mit außerordentlichen Verdiensten um die Gemeinde.

Senkung der Ausgaben

Davon nicht betroffen sind Vereinsehrungen. Die neue Satzung tritt ab sofort in Kraft. Die bisherigen Auszeichnungen behalten ihre Gültigkeit, heißt es von der Gemeinde

Mehr Geld für die Kommune und weniger Ausgaben: Das sind die Punkte, die in einigen Monaten bei einer Klausurtagung der Gemeinderäte aufgegriffen werden. Man müsse darüber reden, so Hans Walter in der Gemeinderatsitzung, „wie man damit umgehen soll.“ Große Themen, die sich in der Gemeindekasse auswirken, seien die Kreisumlage und der kommunale Finanzausgleich. Daher werde man sich – das war auch die einstimmige Überzeugung der Gemeinderäte – intensiv mit den Zahlen und Finanzen beschäftigen.

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