Ursprünglich hat sich der Kastler Gemeinderat eine "echte" Abbiegespur gewünscht. Doch die kann nicht realisiert werden. Bürgermeister Josef Etterer berichtete dem Gremium am Dienstag, dass das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach eine Abbiegespur weiterhin ablehne. Dagegen solle eine Abbiegehilfe umgesetzt werden.
Verschiedene Gespräche hätten dazu in den vergangenen Wochen und Monaten stattgefunden, an denen auch Landrat Wolfgang Lippert sowie die Landtagsabgeordneter Tobias Reiß und Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht beteiligt gewesen seien, erinnerte Etterer. Die Kompromisslösung sehe nun vor, dass mit Hilfe von Markierungen auf der Staatsstraße 2665 gearbeitet werde und dementsprechend ein "Geradeaus"-Pfeil sowie eine "Linksabbieger"-Pfeil aufgebracht werden. "Es wurde gesagt, dass hierfür die Fahrbahnbreite von 8,50 Meter ausreicht", erklärte der Bürgermeister. Die entgegenkommende Spur werde auf dieser Höhe dann ebenfalls per Markierung etwas enger gestaltet.
Etterer führte weiter aus, dass es allerdings auch künftig weder ein Überholverbot noch eine Geschwindigkeitsbegrenzung geben werde. Plan der Verantwortlichen sei es, dass die Maßnahme noch im Herbst 2019 umgesetzt werde. "Mehr erreichen wir wohl nicht", meinte der Sitzungsleiter. Mit dem Kompromiss könne man leben.
Auch die beiden Fraktionssprecher Hans Walter (CSU) und Gerhard Dobmeier (FW) konnten sich mit dem Kompromiss einigermaßen anfreunden. "Das ist machbar und schnell umsetzbar", so Walter. Bis auf Weiteres könne man damit zufrieden sein. Am Ziel einer Temporeduzierung und eines Überholverbotes sollte man aber festhalten.
Dobmeier betonte, dass es jetzt einen spürbaren Beitrag für eine verbesserte Verkehrssituation gebe, auch wenn es nicht die Wunschlösung sei. "Die Abbiegehilfe ist aber eine sinnvolle Sache."



















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