15.05.2019 - 15:19 Uhr
Kastl bei KemnathOberpfalz

Künstliche Intelligenz für alle

Die voranschreitende Digitalisierung beschäftigt auch Felix Kirchberger, Vorsitzender der Jungen Union Kastl. Er hat nun erste Schritte eingeleitet.

Kastls Bürgermeister Josef Etterer (von links), MdL Tobias Reiß, CSU-Europawahlkandidat Christian Doleschal und CSU-Ortsvorsitzender Johann Walter (rechts) unterstützen JU-Ortsvorsitzenden Felix Kirchberger (Zweiter von rechts) bei der Übergabe seiner Anträge an Staatsminister Bernd Sibler.
von Externer BeitragProfil

In zwei Anträgen an Bernd Sibler, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, skizzierte er im Namen der CSU-Nachwuchsorganisation seine Erwartungen an die Regierung.

"Die auf Basis der Digitalisierung und durch das 'Internet of Things' entwickelte künstliche Intelligenz zeigen bereits heute ihre Ausprägungen. In verschiedenen Bereichen wird sie heute schon eingesetzt, aber von den Wenigsten aktiv wahrgenommen. Autonomes Fahren, 'On-demand Production' ("Produktion auf Abruf", Anm. d. Red.) und personalisierte Finanzplanung sind nur einige bekannte Beispiele", sagte Kirchberger im Gespräch mit Sibler bei dessen Besuch in Kastl (wir berichteten).

Vor dem Hintergrund der makroökonomischen Aspekte fordert er nun, bei jedem Studiengang einer Fach- und Technischen Hochschule das Thema Künstliche Intelligenz voranzutreiben, um jedem Studenten einen Überblick zum Thema der Zukunft geben zu können.

Ziel ist es, einen Onlinekurs auf der bereits etablierten Plattform der Virtuellen Hochschule Bayern zu schaffen. "Dieser Kurs soll für jeden Bürger des Freistaates zugänglich gemacht werden, damit jedem die Chance geboten werden kann, sich neben der beruflichen Tätigkeit mit diesem umfangreichen Themengebiet zu beschäftigen und weiterzubilden", führte Kirchberger an.

In einem weiteren Antrag an die Staatsregierung sollen die steuerlichen Aspekte der Erst- und Zweitausbildung gleichgestellt werden. Nach aktueller Steuerrechtslage kann jeder zunächst seine Ausbildungs- und Seminarkosten von der Steuer absetzen. Das gilt für die Erstausbildung genauso, wie für jede weitere Ausbildung. "Der Unterschied wird erst dann deutlich, wenn es darum geht, wie viel der Einzelne steuerlich geltend machen darf und ob diese Kosten Sonderausgaben oder Werbungskosten sind", meinte Kirchberger.

Seiner Meinung nach sollten beide Ausbildungsarten steuerlich gleichgestellt werden - vor allem, wenn jemand neben seiner Erstausbildung noch weitere Kurse im Bereich der Digitalisierung beziehungsweise Industrie 4.0 belegt, um sich beim Thema für die Zukunft gut aufzustellen.

"Auch der Bundesfinanzhof hat bereits entschieden, dass die Kosten eines Erststudiums oder einer Erstausbildung direkt nach dem Schulabschluss nicht nur als Sonderausgaben, sondern auch als vorweggenommene Werbungskosten abgesetzt werden können", erklärte Kirchberger. Jetzt sei die Politik am Zug, die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen. Diese Gesetzesänderung würde vor allem der jüngeren Bevölkerung zu Gute kommen, die in einer Erstausbildung stehen und sich bereits hier dem Wandel der Zeit stellen wollen.

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