„Einmal volltanken“ lautete das Motto der Liedertankstelle im Pfarrsaal in Kastl. Die kirchenmusikalisch interessierten Besucher konnten sich an diesem Abend den Tank gut mit aktuellen Liedern aus dem Bereich Neues Geistliches Liedgut (NGL) füllen. Der Workshop richtete sich an Musiker, Sänger, Chorleiter und an alle in der Region, die einfach Lust hatten, gemeinsam zu singen. Als „Tankwarte“ stellten sich Stefan Huber (Drums), Christian Weinzierl (Bass) und Jürgen Zach (Gitarre) vor. Sie gehören zum Verein „Musica e Vita“, der 1994 gegründet wurde. Dabei handelt es sich um eine internationale Vereinigung zur Förderung des Neuen Religiösen Liedes. „Für die religiöse Musik unserer Zeit“ lautet ihre Devise. Bei dieser „Liedertankstelle“ wurden 13 neue geistliche Lieder vorgestellt. Da jeder Teilnehmer ein kostenloses Geheft mit allen Liedern bekam, konnten alle gut mitsingen. Die drei „Tankwarte“ zogen mit ihrem instrumentalen Können die Zuhörer von Anfang an in ihren Bann. Vor allem Jürgen Zach sorgte mit seinem Gesang und seinen humorvollen Moderationen für eine lockere Stimmung, bei der alle Freude am Mitsingen hatten. Er sang nicht nur vor, sondern stellte auch die einzelnen Verfasser vor und erklärte den Inhalt (Text), die Melodieführung, die Harmonien in der Begleitung und den Rhythmus so, dass es alle verstanden. Seine mitreißende Gitarrenbegleitung war ein Klasse für sich.
Die Lieder „Wir sind Gäste“, „Hier bin ich“, „Glücklich kommen wir zu dir“, „Gott ist kein strenger Richter“ und „Gott, hier sind wir“ kamen bei den Zuhörern gut an. Das besinnliche Walzerlied „Wenn ich mit deinen Augen seh“ ist auch für Beerdigungen passend. „Endlich ein modernes Trauerlied mit einem schönen Text und einer eingängigen Melodie“, meinten einige. „Heilig, Gott, Herr aller Mächte“ wurde im Kanon gesungen. Das sehr getragene Lied „Immer wenn wir Amen sagen“ eignet sich besonders gut als leises Kommunionlied. Nicht schwer zu singen waren „Himmel im Augenblick“ und der Hymnus „Gott segne diese Erde“. In der Pause sorgten die Sängerinnen von „Laudate“ für eine Stärkung.
„Wir erwarten Großes, wir erwarten ein Licht, das die Dunkelheit treibt“ eignet sich gut als Weihnachtslied. „Himmelweit, du bist da“ stammt aus der Feder der deutschen Liedermacherin Kathi Stimmer-Salzeder. Viel Beifall erhielt Jürgen Zach für das tröstliche Lied „Jesus, hier sind wir“, das er selbst getextet und vertont hat.
Mit ihrer Überzeugungskraft und ihrer sehr differenzierten Liedbegleitung trugen die drei Musiker viel dazu bei, dass die neuen geistlichen Lieder beim Publikum gut ankamen. Lang anhaltender Beifall belohnte sie für ihren engagierten Einsatz. Birgit Kneidl bedankte sich bei ihnen mit einem originellen Präsent.













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