Kastl bei Kemnath
22.03.2019 - 16:52 Uhr

Am Netz und nun mit Segen

Die Pfarrer Hartmut Klausfelder und Heribert Stretz weihten den Solarpark Kastl/Unterbruck. Er sei selbst Geschäftsführer einer PV-Anlagen-Gesellschaft, "und ich kann sagen, die Sonne scheint immer und überall", meinte Klausfelder.

NEW-Vorstandsvorsitzender Helmuth Wächter, die Pfarrer Hartmut Klausfelder und Heribert Stretz sowie Udo Greim von der Bürger eG (von links) bei der Weihe des neuen Solarparks. Bild: exb
NEW-Vorstandsvorsitzender Helmuth Wächter, die Pfarrer Hartmut Klausfelder und Heribert Stretz sowie Udo Greim von der Bürger eG (von links) bei der Weihe des neuen Solarparks.

Bei einsetzendem Regen nahmen die Pfarrer Hartmut Klausfelder aus Neustadt am Kulm und Heribert Stretz die Weihe des neuen Solarparks Kastl/Unterbruck vor. Stretz ging dabei auf die erneuerbaren Energien ein. "Ich bin selbst Geschäftsführer einer kleinen PV-Anlagen-Gesellschaft, und ich kann sagen, die Sonne scheint immer und überall", meinte Klausfelder.

Der Vorstandsvorsitzende der Neue Energien West eG (NEW), Helmuth Wächter, erinnerte anschließend im Floriansheim an die Entstehung des PV-Parks, der im Juli 2018 ans Netz der Bayernwerk AG ging. Schon drei Jahre zuvor habe sich die NEW mit der Gemeinde Kastl Gedanken über eine PV-Freiflächenanlage an der Bahnlinie gemacht. Die Zusammenarbeit mit der Kommune, Gemeinderat und Bürgermeister Josef Etterer sei stets unkompliziert gewesen.

Neu bei diesem PV-Park sei für die NEW die durch die Änderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz notwendige Ausschreibung gewesen, um einen Zuschlag für die Einspeisezusage zu erhalten. Die Umsetzung über Bebauungs- und Flächennutzungsplan sei sehr zügig erfolgt. Der geplante Breitbandausbau in der Gemeinde Unterbruck sollte genutzt werden, um die dafür benötigten Kabel sowie die für den Solarpark von der Ortsmitte Unterbruck in Richtung Birkhof in einem gemeinsamen Graben zu verlegen. Jedoch hat laut Wächter die Querung der Bahnlinie das Projekt in Zeitverzug gebracht.

Die auf dem Feld aufgeständerten Hochleistungsmodule mit zwei Zentralwechselrichtern können eine Maximalleistung von 1 995,84 Kilowatt peak erreichen. Damit können pro Jahr 1 995 000 Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugt werden, ausreichend für 500 Einfamilienhäuser.

Etterer erläuterte die Möglichkeiten der erneuerbaren Energien. Die Energiewende sei eine große Herausforderung für die ganze Gesellschaft. "Wir zeigen hier, dass wir gemeinsam auf einem guten Weg sind, einen kleinen Beitrag für die Energiewende zu leisten. Das Projekt hält zudem die Wertschöpfung in der Region."

Für die Bürgerenergiegenossenschaft West eG führte Udo Greim aus, dass auch dieser PV-Park durch dessen Mitglieder mitfinanziert worden sei. 1460 Mitglieder zeichneten aktuell über 36 800 Anteile.

Im Juni zum zehnjährigen Bestehen der beiden Genossenschaften soll ein Tag der offenen Tür besonders für Bürger von Unterbruck, Kastl und Umgebung stattfinden.

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