Kastl bei Kemnath
28.11.2025 - 17:37 Uhr
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Neue Wählergruppe will bei den Kommunalwahlen in Kastl antreten

Am 8. Dezember will eine neue Wählergruppe ihre Kandidaten für die anstehende Gemeinderatswahlen nominieren. Die Wählergruppe steht den Freien Wählern nahe.

Eine neue Gruppierung, die den Freien Wählern nahe steht, wird bei den Kommunalwahlen an den Start gehen. Sprecher ist Dominik Kugler (Mitte sitzend), hier mit den voraussichtlichen Kandidaten. Bild: kro
Eine neue Gruppierung, die den Freien Wählern nahe steht, wird bei den Kommunalwahlen an den Start gehen. Sprecher ist Dominik Kugler (Mitte sitzend), hier mit den voraussichtlichen Kandidaten.

Die politischen Zeiten in Kastl könnten interessant werden: Der „Buschfunk“, so Sprecher Dominik Kugler, amtierender Gemeinderat der Freien Wähler im Gemeinderat Kastl, signalisiere, dass die örtliche CSU mit einer zweiten Liste bei den Kommunalwahlen antreten wolle. Deshalb habe er in Absprache mit den Freien Wähler darauf reagiert und die Gründung einer neuen Wählergruppe initiiert. Eigentlich habe er für den Gemeinderat nicht mehr kandidieren wollen, doch nun habe er seine Entscheidung korrigiert.

Hauptgrund für eine zweite Liste sei die Änderung des Wahlsystems in Bayern. Früher habe man 24 Gemeinderatskandidaten für die zwölf Gemeinderatsplätze nominieren können. Dies habe sich jedoch geändert, so dass jede Partei oder Gruppierung nur noch 12 Kandidaten nominieren dürfe. Die Freien Wähler von Kastl haben ihre zwölf Kandidaten schon nominiert. Nun will die neue Wählergruppe weitere 12 Kandidaten nominieren. Wie dies gehandhabt werde, sei der neuen Gruppierung überlassen, betonte Kugler, der seit 2020 im Gemeindeparlament sitzt.

Kugler betonte, dass es bei dieser Gruppierung keinen Fraktionszwang gebe. Jeder könne seine Meinung frei äußern und auch frei abstimmen. Aktuell befinde sich die neue Gruppe noch in der Findungsphase, erste Gespräche und auch der Besuch dieser Gründungsversammlung zeigten aber positive Ansätze für diese Gruppierung. Ziel sei, mit einem guten Ergebnis in den Gemeinderat einzuziehen.

Wichtig sei der Gruppierung, dass Kastl auch künftig eine lebenswerte Gemeinde für Jung und Alt, für die Kinder, für die Erwachsenen und die Senioren sei. Kugler forderte flexibler gestaltete Kinderbetreuungszeiten sowie eine Überprüfung aller Kinderspielplätze. Auf der Agenda stehe auch eine Bestandsaufnahme bestehender Leerstände in Kastl und den Ortsteilen. Die finanzielle Sicherheit der Gemeinde sollte überdacht werden, auch in Hinblick auf den Bau der neuen Kinderkrippe, forderte er. Ein weiteres Thema sei die Nachhaltigkeit, auch im Bereich Ökologie und Umwelt.

Doch das Thema überhaupt sei die Tatsache, dass der nächste Bürgermeister von Kastl hauptamtlich tätig sein werde und damit der Gemeinde enorme Kosten verursache. Kugler: „Brauchen wir einen hauptamtlichen Bürgermeister, hat die Gemeinde einen Nutzen davon?“ Die Aufforderung der Freien Wähler, dass Bürgermeister Hans Walter seine Stunden, die er in die Gemeinde investiere, offen legen soll, sei dieser schuldig geblieben. In diesem Zusammenhang betonte Kugler, dass der Gemeinde mit der Verwaltungsgemeinschaft Kemnath ein starker Partner zur Verfügung stehe.

Kugler forderte zudem mehr Transparenz bei den gemeindlichen Entscheidungen. Auch seien manche Tagesordnungspunkte bei den Gemeinderatssitzungen teilweise sehr verklausuliert formuliert, so dass nicht jeder erkennen könne, um was es überhaupt gehe. Er kenne einige, die sich als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung stellen würden, allerdings nur dann, wenn dies auf ehrenamtlicher Basis sei, Auch er gehöre dazu.

Eine spontane Abstimmung unter den Anwesen ergab, dass die neue Wählergruppierung den Namen „Gemeinsam für Kastl“, „Bürgergemeinschaft Kastl“ oder „Freie Bürgerinitiativ“ tragen solle. Dies werde bei der Nominierungsversammlung am 8. Dezember entschieden. Ist die Nominierung perfekt, braucht die neue Gruppierung spätestens bis Mitte Januar allerdings noch 50 Unterschriften. Diese Unterschriften können im Rathaus in Kastl oder in Kemnath geleistet werden. Kugler ist überzeugt, dass diese Unterschriften zusammen kommen, so dass der neuen Gruppierung nichts mehr im Wege steht.

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