16.10.2019 - 14:29 Uhr
Kastl bei KemnathOberpfalz

Schotter kostet weniger "Kies"

Für die mit Abstand kostengünstigere Variante zur Verbesserung der Straßenentwässerung in Unterbruck hat sich der Kastler Gemeinderat entschieden. Weder Rasengittersteine noch die Verlegung von sogenannten L-Steinen kommen infrage.

In Unterbruck informierte sich der Gemeinderat, wie auf einen Teilstück (im Bild rechts) die Straßenentwässerung verbessert werden könne. Mögliche Lösungen besprach die Runde um Bürgermeister Josef Etterer (Vierter von links) Ludwig Hafner (Zweiter von links) vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Kemnath.
von Redaktion ONETZProfil

Der rechte Seitenstreifen entlang der Ortsstraße auf Höhe des Grundstücks von Josef Wegmann in Richtung Kastl soll mit einer Schotterfrostschicht befestigt werden. Diesen einstimmigen Beschluss fasste der Gemeinderat am Dienstag.

Bei dem seiner Sitzung vorausgegangenen Lokaltermin in Unterbruck erörterte das Gremium die Problematik zur Straßenentwässerung des derzeit unbefestigten Seitenstreifens eingehend. So soll bei Starkregen vermieden werden, dass Regenwasser auf der leicht geneigten Ortsstraße in Richtung Dorfmitte abfließt. Eine sich dem unbefestigten Straßenstück anschließende Regenrinne mit sogenannten L-Steinen könne die Wassermenge bis zum nächsten Gully nicht weiterleiten, so dass ein Hofraum "überflutet" werde.

Die Gretchenfrage war somit, wie bei starken Regenfällen das Wasser abgeleitet werden kann. Ein Versickern des Wassers bei einer Verlegung von Rasengittersteinen wurde bei einem heftigen Niederschlag angezweifelt. Jedoch könnten bei dieser Variante die Wassermassen niveaugleich zur Fahrbahn in die angrenzende Wiese abfließen.

Eine Alternativlösung, wie von Ludwig Hafner, zuständig für den Bereich Tiefbau beim Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Kemnath, vorgeschlagen, bot sich an: Mit einer Regenrinne das Regenwasser in Richtung Kastl und dann in dem sich in dem Wiesengrundstück befindlichen Kanal ableiten.

Diesen Vorschlag verwarfen die Räte nach dem Ortstermin in der Gemeinderatssitzung, ebenso die Alternative mit Rasengittersteinen. Wie FW-Fraktionssprecher Gerhard Dobmeier dazu erläuterte, könne eine Lärmbelästigung durch den Winterdienst beim Schneeräumen nicht ausgeschlossen werden. Auch werde bei entlang des Teilstücks zum schnelleren Fahren verleitet.

Er wie auch der CSU-Fraktionssprecher Hans Walter hielten es für ausreichend, vorerst mit einer Schotterfrostschicht Abhilfe zu schaffen. Sofern hier beim Schneeräumen die Schotterung in Mitleidenschaft gezogen werde, könne in den Folgejahren, sofern notwendig, ohne großen Aufwand eine Ausbesserung vorgenommen werden. Dies sah schließlich auch das Gremium so.

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