12.07.2018 - 12:59 Uhr
Kastl bei KemnathOberpfalz

Steinzeugrohre müssen raus

Bevor der Gemeinderat eine Entscheidung fällt, möchte er sich die Sache selbst einmal ansehen. Dabei wird klar: Der Bau- und Umweltausschuss hat mit seiner Meinung zum Tiefbrunnen I recht.

Bei einer Baustellenbesichtigung des Tiefbrunnens I erläutert Geräteführer Ingo Haase (Zweiter von rechts) dem Gemeinderat und Bürgermeister Josef Etterer (rechts) detailliert, warum eine Komplettsanierung notwendig ist.

(br) Wie vom Bau- und Umweltausschuss empfohlen, befürwortete am Dienstag auch der Gemeinderat in seiner Sitzung die Komplettsanierung des Tiefbrunnens I (wir berichteten). Vorausgegangen war eine Besichtigung der Baustelle durch das Gremium, um sich von der Notwendigkeit der Voll- statt der ursprünglich geplanten Teilsanierung zu informieren. Ingo Haase, Geräteführer von der mit der Brunnensanierung beauftragten Firma Osel Bohr GmbH aus Bamberg, erläuterte die fachlichen Gründe, wonach eine Vollsanierung erforderlich ist. Dabei verwies er auf die bei den laufenden Sanierungsmaßnahmen festgestellten teerhaltigen Substanzen. Ursächlich dafür ist nach seinen Worten mit größter Wahrscheinlichkeit die Ummantelung an den Verbindungen der Steinzeugrohre aus bitumenähnlichem Material.

Gleichzeitig erläuterte er weitere technische Details zur weiteren Vorgehensweise der Vollsanierung. Neben einer Ausweitung des Bohrlochs werden nun die bisherigen Steinzeugrohre ausgebaut. Diese werden bis zu einer Tiefe von etwa 50 Metern durch Stahlrohre ersetzt, womit eine Kontaminierung des Grundwassers ausgeschlossen werden könne. In Verlängerung der Stahlrohre bis zur endgültigen Brunnentiefe, die unverändert 100 Meter beträgt, werden Edelstahlrohre verwendet. Mit Blick auf den zeitlichen Ablauf der Maßnahme zeigte sich der Geräteführer zuversichtlich, dass auch die Komplettsanierung bis zum Herbst, wie bei der ursprünglich geplanten Teilsanierung abgeschlossen werden könne.

Auf einen endgültigen Zeitpunkt für eine Inbetriebnahme des Tiefbrunnens I wollte er sich nicht festlegen. Entscheidend hierzu werden die Ergebnisse der notwendigen Wasserproben nach Abschluss der Sanierungsmaßnahme sein. Trotz der erforderlichen Vollsanierung werden aus finanzieller Sicht keinen relevanten Kostensteigerungen erwartet. So gilt auch weiterhin der Angebotspreis der Firma Osel Bohr in Höhe von 310 000 Euro.

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