09.12.2018 - 10:28 Uhr
Kastl bei KemnathOberpfalz

Nicht zumutbar

Seit Jahren werden Möglichkeiten zur Verbesserung der Verkehrssituation auf der St 2665 bei der Einfahrt nach Unterbruck diskutiert. Das Thema kommt auch auf den Tisch, als Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht in Kastl zu Besuch ist.

Die Kastler wollen eine an der Staatsstraße St 2665 eine Linksabbiegespur nach Unterbruck. Weshalb deren Bau in ihren Augen notwendig ist, erläuterten die Bürgermeister Josef Etterer (Mitte) und Arno Stahl (rechts) Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht.
von Externer BeitragProfil

Die Bürgermeister Josef Etterer und Arno Stahl erläuterten ihm die für sie unbefriedigende Situation. Regelmäßig würden der Gemeinde äußerst gefährliche Situationen auf der Staatsstraße geschildert, berichtete Etterer. Im September 2016 sei es an der Einmündung nach Unterbruck zu einem äußerst tragischen Unfall gekommen. Aber auch an der sogenannten "Schneiderkreuzung" auf Höhe der Firma IEM Fördertechnik ereigneten sich immer wieder Unfälle, ergänzte Stahl.

Im November hatten bei einer Anhörung Bürger aus Unterbruck und Weha sowie der Gemeinde deutlich gemacht, dass sie eine Schließung der direkten Zufahrt nach Unterbruck für Linksabbieger aus Richtung Pressath ablehnen. Gleiches galt für den Vorschlag, über "Schneiderkreuzung" in Richtung Unterbruck zu fahren. Ihre Ablehnung begrümndeten sie damit, dass Verkehrsteilnehmern aus Unterbruck, Weha und Filchendorf, den Bewohnern der Siedlung "Am Bühl" sowie der anliegenden Industrie- und Von-Weickmann-Straße ist die Schließung der Einfahrt, mit der Empfehlung einen Umweg zu nehmen, nicht zuzumuten sei, da seit Jahren eine sehr gut ausgebaute Ortsverbindungsstraße mit direkter Verbindung zur Staatsstraße vorhanden ist.

An der "Schneiderkreuzung" komme es regelmäßig zu gefährlichen Situationen, zum einen sei sie relativ unübersichtlich, zum anderen stoße wegen des Ziel- und Quellverkehrs der Mitarbeiter, Kunden und Speditionen die Zufahrt in die Industriestraße schon jetzt an ihre Kapazitätsgrenze. Zudem liege die Hauptzufahrt zum Betriebsgelände der Firma IEM Fördertechnik relativ nahe am Kreuzungsbereich, wodurch sich zudem gefährliche Situationen durch einfahrende Lastwagen ergeben.

Weiterhin waren alle der Meinung, dass der relativ schmale Weg zwischen der Industriestraße, vorbei an der Firma IEM Fördertechnik, in Richtung Unterbruck und Troglau, wegen der eingeschränkten Fahrbahnbreite, des fehlenden Unterbaus und mangelnden Ausbaus der Bankette den entstehenden Ausweichverkehr nicht dauerhaft aufnehmen kann. Eine in Aussicht gestellte Untersuchung zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse und Steigerung der Verkehrssicherheit hinsichtlich von Ausweichstellen und einen größeren Abbiegeradius erachten die Bürger als unzureichend. Es drohe eine zusätzliche Verlagerung des Verkehrs in den Bereich Industrie- und Von-Weickmann-Straße in Richtung Unterbruck.

Alle waren der Auffassung, dass an der Staatsstraße eine dauerhafte Lösung gefunden werden muss. Erneut sprachen sich die Versammlungsteilnehmer für bereits mehrfach beantragten Maßnahmen hinsichtlich einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 80, einem Überholverbot sowie einer Linksabbiegespur aus.

Im Bezug auf den Bau einer Linksabbiegespur hatte der Gemeinderat beschlossen, dass die zuständigen Stellen eine Kostenermittlung sowie eine Prüfung von Möglichkeiten zur Finanzierung einer Linksabbiegespur auf der St 2665 in Höhe Unterbruck erarbeiten sollen. Die Gemeinde wäre bereit, sich an den entstehenden Kosten in angemessener Höhe zu beteiligen", informierten Etterer und Stahl den Bundestagsabgeordneten bei einer Ortsbesichtigung.

Rupprecht stellte die Notwendigkeit einer nachhaltigen Verbesserung der Situation heraus. Mit Landtagsabgeordnetem Tobias Reiß werde man im neuen Jahr Kontakt zu den zuständigen Stellen aufnehmen, um gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen. Auch er war der Meinung, dass das Staatliche Bauamt Amberg-.Sulzbach eine Planung und eine Kostenschätzung für eine Linksabbiegerspur vorlegen sollte, auf der man weiter aufbauen könne.

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