12.12.2020 - 01:03 Uhr
Kemnath am BuchbergOberpfalz

Aktion „Spuren im Sand“ lädt zum Gespräch mit Gott ein

In den Pfarrkirchen Schnaittenbach und Kemnath a. B. erwartet die Kirchenbesucher derzeit die Aktion „Spuren im Sand", die mit Botschaften verpackt in Schriftröllchen zum Gespräch mit Gott anregen.

Die in den kleinen Schriftrollen verpackten Sprüche erinnern daran, dass Gott immer schon für die Menschen da war und auch da ist, dass er den Menschen immer einen Schritt voraus ist und auch in schweren Zeiten an ihrer Seite steht. Damit wird die Aktion "Spuren im Sand-Gespräche mit Gott" zur wahren Mutmachaktion in der nicht einfachen Corona-Ausnahmesituation.
von Adele SchützProfil

Ein Plakat mit der bekannten christlichen Geschichte „Spuren im Sand“ von der kanadischen Kinder- und Jugendbuchautorin Margaret Fishback Powers animiert dabei die Gläubigen, sich auf ein Gespräch mit Gott einzulassen. In der Geschichte geht es um einen Menschen, der einen Traum hat: Er geht am Strand entlang mit seinem Herrn, wo beide ihre Spuren hinterlassen. Als er jedoch am Ende seines Lebens zurückblickt, muss er erschrocken feststellen, dass an vielen Stellen seines Lebensweges nur eine Spur zu sehen ist – und das gerade in den schwierigsten Zeiten seines Lebens. Er beklagt sich beim Herrn und fragt, warum er ihn genau in diesen Zeiten allein gelassen habe, als er ihn am meisten brauchte. Der Herr antwortet ihm daraufhin, dass er ihn nie allein gelassen habe, erst recht nicht in den schwersten Zeiten. Dort, wo er nämlich nur eine Spur sehe, habe er ihn getragen.

Schriftrollen im Sand

Der Pastoralreferent der Pfarreiengemeinschaft St. Vitus Schnaittenbach/St. Margareta Kemnath a. B., Andreas Hornauer, ließ sich von dieser Geschichte zu der Aktion „Spuren im Sand – Gespräche mit Gott “ inspirieren. Er stellte in den Pfarrkirchen St. Vitus und St. Margareta jeweils einen „Sandkasten“ auf, in dem Fußspuren von zwei Personen zu sehen sind, die dann zu einer Spur werden. Neben diese Fußspuren steckte er kleine bunte Schriftrollen in den Sand, auf die er Bibelstellen oder Zitate bekannter Persönlichkeiten geschrieben hat. Hornauer lädt die Pfarrfamilienmitglieder ein, sich „ihre“ Schriftrolle zu nehmen und sich von der kleinen darin enthaltenen Botschaft zum Gespräch mit Gott ermutigen zu lassen. Sollten die Schriftrollen vergriffen sein, werden neue in den Sand gesteckt.

Der Pastoralreferent macht bewusst, dass durch die derzeitige Corona-Situation das Pfarrei- und Gemeindeleben stark eingeschränkt sei. Die Menschen könnten zwar den Gottesdienst begrenzt besuchen, aber das zusätzliche Pfarreileben, das damit einhergehe, sei doch recht eingeschränkt. Dazu zählten nach seinen Aussagen Gespräche untereinander nach der Kirche, Gespräche mit dem Pfarrer oder Veranstaltungen und Sitzungen. Er betont, dass diese Treffen eine unglaubliche Wichtigkeit für den sozialen Austausch hätten. Die sich bei den Treffen ergebenden Gespräche drehten sich aber auch immer um Gott und den Glauben. „Ich wollte mit der Aktion ‚Spuren im Sand-Gespräche mit Gott‘ etwas ermöglichen, was über das klassische Gespräch hinausgeht, denn hier geht es weniger darum, mit den Mitmenschen zu sprechen, sondern mit Gott“, macht Andreas Hornauer bewusst. Man könne nach seinen Aussagen die derzeitigen Beschränkungen nicht ändern, aber den Umgang damit erleichtern. Die Zitate und Sprüche könnten die Gemeindemitglieder ermutigen, nach vorne zu sehen und sich auf die Zeit nach der Pandemie zu freuen.

Aktion soll Mut machen

Laut Hornauer soll die Aktion den Pfarrfamilienmitgliedern Mut machen und so hat er dementsprechend Zitate und Sprüche ausgewählt. „Die in den kleinen Schriftrollen verpackten Sprüche erinnern in Anlehnung an die Geschichte, dass Gott immer schon da war und auch da ist, dass er uns immer einen Schritt voraus ist und auch in schweren Zeiten an unserer Seite ist“, bemerkt Andreas Hornauer. Er freut sich sehr, dass die Aktion bei den Kirchenbesuchern so gut angenommen werde, dass er schon mehrmals die "Strände" in den Pfarrkirchen St. Vitus Schnaittenbach und St. Margareta Kemnath a.B. mit neuen Schriftrollen bestücken musste. „Man darf sich gerne auch immer wieder an den Schriftrollen bedienen, denn es freut mich wirklich, dass es bei jedem Blick in die Sandkästen weniger werden“, lässt der Pastoralreferent wissen. Die Aktion werde nach seinen Aussagen sicher über den Advent laufen, hängt aber auch davon ab, wie lange sie von den Pfarrfamilienmitgliedern angenommen wird.

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