09.07.2019 - 10:52 Uhr
Kemnath am BuchbergOberpfalz

Bestes Wetter bei 100-Jahr-Feier des Kriegervereins Kemnath

Der ganze Ort feiert mit, als der Soldaten- und Kriegerverein Kemnath sein 100-jähriges Bestehen feiert. Und auch zahlreiche Vereine aus der Umgebung geben sich bei dem Jubiläum die Ehre.

Laut hörbar fiel bei strahlendem Sonnenschein der Startschuss zum 100-Jährigen, als die Böllerschützen des Schützenvereins Kemnath und die zwei Salutkanonen vom Kriegerverein Kemnath und dem Patenverein, der Krieger- und Soldatenkameradschaft Wutschdorf-Freudenberg, das Fest eröffneten.

Beim anschließenden Stehempfang und einem Standkonzert durch die Festkapelle Buchbergecho waren 27 Gastvereine, davon 14 Soldaten- und Kriegerkameradschaften aus dem näheren Umland und dem nördlichen Landkreis am Festplatz zugegen. Sie alle reihten sich in den Festzug ein, den die drei Vorsitzenden des Jubelvereins, Andreas Schönberger, Norbert Schwendner und Wolfgang Zitzler, zusammen mit den Ehrengästen anführten. Die Ehrenmitglieder des Vereins, Rudolf Wilhelm sen., Franz Hehenberger, Alois Bierner und Konrad Kräuter wurden in einer festlich geschmückten Kutsche chauffiert. Unter den schneidigen Klängen des Buchbergechos ging es zum Kirchplatz.

Vor der Dorfkirche St. Margareta fand am Mahnmal, das von den Fahnenabordnungen der Vereine eingerahmt wurde, unter freiem Himmel ein Gottesdienst statt, den Pfarrer Josef Irlbacher zelebrierte. „Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde der SKV Kemnath gegründet, um den Gefallenen und Vermissten ein ehrendes Gedenken zu bewahren und auch das Bewusstsein zu stärken: Krieg ist kein brauchbares Mittel für die Lösung von Konflikten“, eröffnete Irlbacher die kirchliche Feier. Er segnete die restaurierte Fahne des Festvereins und die vier neuen Fahnenbänder, die Festdamen mit einem feierlichen Spruch übergaben.

Man wolle nicht nur den Gefallenen und Vermissten der Kriege gedenken, sonders besonders auch derjenigen, die den Kriegerverein mehrmals aus der Taufe gehoben, die Kameradschaft gepflegt, das Andenken an die Opfer der Kriege gewahrt und die Denkmäler erhalten haben“, sagte Vorsitzender Andreas Schönberger, der am Denkmal eine Schale für alle verstorbenen Mitglieder des Vereins abstellte. Zurück am Festzelt, wurde der Zug mit Böllerschüssen empfangen.

Schönberger zollte der Krieger- und Soldatenkameradschaft Wutschdorf-Freudenberg großes Lob, weil sie nach 25 Jahren dem Verein erneut als Pate beistehe. Der Vorsitzende ging kurz auf die Historie des Vereins ein. 1919 gründeten nach seinen Worten 55 Mitglieder die Kriegerkameradschaft Kemnath bei Neunaigen mit dem Ziel, die Kameradschaft zu pflegen, die Gedächtniskapelle auf dem Kalvarienberg zu erhalten, ein Mahnmal zu erbauen und Ehrentafeln für die gefallenen Soldaten zu errichten. In diesem Sinn sei der Verein 100 Jahre lang weitergeführt worden, sagte Schönberger. „Der Soldaten- und Kriegerverein ist auch nach 100- Jahren aktueller denn je. Die Toten der vergangenen und auch der aktuellen Kriege sollen uns zum Frieden mahnen“, betonte er.

Grußworte sprachen die beiden Schirmherren Landrat Richard Reisinger und Bürgermeister Josef Reindl, Soldatenbund-Kreisvorsitzender Norbert Bücherl, Soldatenbund-Bezirksvorsitzender Horst Embacher und der Vorsitzende des Patenvereins, Hubert Eckl. Als Patengeschenk überreichte der Bürgermeister dem Verein eine handgefertigte Liesl mit dem Vereinszeichen und den Wappen der Orte Schnaittenbach und Kemnath.

Verdiente Mitglieder wurden ausgezeichnet:

Wolfgang Zitzler erhielt das Verdienstkreuz Erster Klasse; er ist seit 2002 Dritter Vorsitzender und kümmert sich um die Organisation des Vereinsheims.

Ebenfalls das Verdienstkreuz Erster Klasse ging an Josef Bierler. Er war 15 Jahre lang Vereinskassier und 14 Jahre Kanonier der Salutkanone.

Hans Herrmann erhielt das große Verdienstkreuz am Bande des Soldatenbunds seine langjährige Tätigkeit im Vorstand und als Kanonier seit 1996.

Hans Birner wurde das große Verdienstkreuz in Gold des Soldatenbunds verliehen für seine lange Zeit im Vorstand (vier Jahre Dritter Vorsitzender, sieben Jahre Zweiter Vorsitzender, 15 Jahre Vorsitzender) und seinen aktiven Einsatz für den Verein. Aktuell ist er Beisitzer und kümmert sich zusammen mit seiner Frau Christa um die Pflege des Kriegerdenkmals. Aus diesem Grund wurde ihm auch die Ehrenmitgliedschaft beim Soldaten- und Kriegervereins Kemnath zuteil.

Das Buchbergecho begeisterte die Besucher mit stimmungsvoller Musik. Bis spät in die Nacht hinein wurde ausgelassen gefeiert. Die große Hitze an diesem Tag war am Abend vergessen und die feierliche Stimmung hielt bis in die frühen Morgenstunden an.

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