11.01.2019 - 10:00 Uhr
Kemnath am BuchbergOberpfalz

Erste des SV Kemnath kaum noch zu retten

Einziger Wermutstropfen in der durchaus ansprechenden Bilanz 2018 beim SV Kemnath ist das sportliche Tief der Ersten Mannschaft. Das zeigen die Berichte und Rückblenden bei der Jahreshauptversammlung.

Der SV Kemnath zeichnet einige Fußballer aus (von links): Otto Bernklau (Betreuer), Johannes Gebert, Tobias Götz, Manuel Rom, Michael Reng, Leo Birner, Andreas Peter, Christian Kumeth, Josef Ruidisch, Manfred Reng, Stefan Fuchs und Max Birner.
von Autor SEBProfil

Mit dem jährlichen Preisschafkopf, der Sportheimkirchweih, dem Advent am Buchberg und der Christbaumversteigerung nannte Vorsitzender Johannes Gebert die wichtigsten gesellschaftlichen Veranstaltungen des Vereins im abgelaufenen Jahr. Dabei habe die letztgenannte einen außerordentlichen Erlös erbracht. "Dadurch konnten die hohen Ausgaben bei der Sportplatzbewässerung wegen der langen Trockenheit im Sommer einigermaßen abgefedert werden", stellte Gebert fest. Den Organisatoren dieser arbeitsintensiven Aktivitäten galt das besondere Lob des Vorsitzenden.

Wie schon 2017 konnte Kassenverwalter Josef Obermeier auch 2018 einen nennenswerten Überschuss verbuchen. Er bezeichnete deshalb die finanzielle Basis des 450 Mitglieder starken Vereins als recht stabil. Seine Ankündigung, das letzte Jahr in dieser Funktion tätig zu sein, kam etwas überraschend.

Die vielfältigen Angebote der Abteilung Turnen und Tanzen würden von Alt und Jung gut angenommen, ließ Theresia Obermeier in einer schriftlichen Erklärung verlesen, da sie selbst wegen Krankheit nicht anwesend sein konnte. Man sei bestrebt, weiterhin ein abwechslungsreiches Programm in der Sparte anzubieten.

Hätten 2017 noch 32 SV-Kinder und-Jugendliche in verschiedenen Spielgemeinschaften der Umgebung gekickt, so sind es laut dem Rückschau von Jugendleiter Stefan Lindner momentan nur mehr 22 Junioren. Mangelndes Interesse bei der Betreuung, aber auch fehlende Spieler nannte er als Gründe für den Rückgang. Erfreulich sei die Zusammenarbeit in den unteren Jugendbereichen mit dem TuS Schnaittenbach, während sich bei den älteren Junioren bisweilen fünf Vereine zusammentun, um eine Mannschaft stellen zu können. "Ein Umstand, um dessen Korrektur sich der Verband annehmen sollte", so die Meinung Lindners.

Spartenleiter und Trainer Max Birner ging nur kurz auf die Situation der Ersten Mannschaft ein, die abgeschlagen das Tabellenende der Kreisliga West ziert.Trotz einer Spielgemeinschaft mit Detag Wernberg II, wobei dieser Verein bis zu drei Aktive stellen dürfe, seien keine besonders guten Ergebnisse erzielt worden. "Nach realistischer Einschätzung ist der Abstieg kaum mehr zu verhindern", resümierte Birner und versprach, die Saison anständig beenden zu wollen. Besonderes Lob hatte er für Otto Bernklau, dem Betreuer der Mannschaft, übrig. Was in der neuen Saison geschehe, darüber würden zurzeit laufend Gespräche geführt.

Bei den Senioren unter der Leitung von Stefan Fuchs steht weiter der Spaß steht bei Freundschaftsspielen und Kurzausflügen im Vordergrund. Bürgermeister Josef Reindl überreichte den jährlichen Zuschuss der Stadt und kündigte für heuer die Vollsanierung des Vereinsheims mit Außenanlagen an.

Einige Spieler wurden für ihre Treue zum Verein geehrt und erhielten Urkunden mit der Anzahl der absolvierten Spiele (in Klammer): Leo Birner (280), Stefan Fuchs (350), Manfred Reng (350), Manuel Rom (350), Michael Reng (455), Andreas Peter (455), Norbert Ruider (525), Tobias Götz (525), Josef Ruidisch (560), Christian Kumeth (560) und Johannes Gebert (700).

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