11.04.2019 - 10:10 Uhr
Kemnath am BuchbergOberpfalz

Keine Entwarnung beim Trinkwasser im Bereich Neunaigen/Kemnath

Die bakterielle Verunreinigung des Trinkwassers im Bereich den Zweckverbands Wasserversorgung Neunaigen/Kemnath ist noch nicht endgültig überstanden. Das Trinkwasser muss weiterhin abgekocht werden.

Im Bereich des neuen Wasserwerks Neunaigen ist die Wasserleitung gebrochen. Jetzt wird diese im Spülbohrverfahren erneuert.
von Richard BraunProfil

Bei einer routinemäßigen Untersuchung des Hochbehälter Döswitz stellte das Gesundheitsamt Anfang April Enterekokken im Trinkwasser fest. Zum Schutz der Verbraucher ordnete das Gesundheitsamt das Abkochen des Trinkwassers vor der Verwendung an. Betroffen davon waren Teile der Kommunen Wernberg-Köblitz und Schnaittenbach. Daraufhin entleerte der Zweckverband Wasserversorgung Neunaigen/Kemnath den Hochbehälter, desinfizierte ihn, chlorte das Wasser und spülte die Leitungen. Eine erneute Probennahme ergab keine weitere Verkeimung des Hochbehälters mit Enterekokken.

Das Gesundheitsamt hat allerdings erneute Untersuchungen im Netz der Wasserversorgung angeordnet, um eine Verbreitung der Keime und eine Gefährdung der Wasserabnehmer auszuschließen. Die Ergebnisse dieser Probennahmen liegen allerdings erst am Montag, 15. April, vor. Daher muss das Trinkwasser weiterhin abgekocht werden. In der Zweckverbandsitzung koordinierten die Verbandsräte das weitere Vorgehen bei der Erneuerung der Wasserleitung.

Bereits in dieser Woche begannen die Tiefbauarbeiten zwischen Kemnath und Mertenberg. Als wirtschaftlichster Bieter erhielt die Firma Josef Hartinger aus Tännesberg den Auftrag zu einem Angebotspreis von 262 810 Euro. Dazu kommen noch einmal 9000 Euro für die Beprobung und Entsorgung des überschüssigen Aushubs. In der Nähe des neuen Wasserwerks ist wieder einmal die alte Gußleitung gebrochen. Da der Leitungsbruch im Bereich des Feistenbachs liegt, ist eine Reparatur kostenintensiver als eine neue Leitung. Mittels einer Horizontalbohrung im Spülverfahren kann eine neue Leitung bedeutend kostengünstiger verlegt werden. Den Auftrag dafür erhielt die Firma BTF Bohr- und Frästechnik aus Saal an der Saale zum Angebotspreis von 22 000 Euro. In diesem Zug wird die bestehende Wasserleitung vom Wasserwerk bis zur Trafostation auf einer Länge von 50 Meter erneuert. Den Auftrag dafür erhielt die Firma Bauer aus Erbendorf zum Angebotspreis von 12 000 Euro. Die Arbeiten beginnen kurzfristig.

Zwischen Kemnath und Mertenberg hat der Bau der neuen Wasserleitung bereits begonnen. Bis Ende Juni müssen die Arbeiten abgeschlossen sein.
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