01.03.2020 - 09:52 Uhr
KemnathOberpfalz

4200 ehrenamtliche Stunden geleistet

Punktlandungen verzeichnete die Wasserwacht Kemnath bei ihren Einsatzstunden im Hallenbad und den Veranstaltungen. Einen weiteren Volltreffer erwartet sie am kommenden Wochenende beim 24-Stunden-Schwimmen im Hallenbad.

Viktoria Seiler, Kreiswasserwacht, zeichnete in der Jahreshauptversammlung der Kemnather Wasserwacht Johannes Doleschal, Anna Meier, Alois Emerig, Uwe Fraunholz, Vorsitzenden Michael Siebenweiber und Patrick Strobel (von links) aus.
von Bernhard KreuzerProfil

Bei der Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitag in der Gaststätte "Zur Fantasie" konzentrierten sich die Berichte der Kemnather Ortsgruppe der Wasserwacht auf die wesentlichen Punkte des vergangenen Jahres. Vieles wurde bereits bei der 50-Jahr-Feier im Oktober abgearbeitet, hieß es von Vorsitzenden Michael Siebenweiber.

Eine lange Liste von Ereignissen zeichnete Schriftführer Thomas Hauck auf. Er erinnerte an das Neujahrsschwimmen, an den Wachleiterlehrgang von Kai Wolf, eine Erste-Hilfe- und eine Defi-Ausbildung, den Funklehrgang, an Lehrscheinverlängerungen und besonders an den von Mitglied Peggy Mothes-Bayerl erworbenen Lehrschein "Schwimmen".

Bei Filmarbeiten geholfen

Gerufen wurde die Wasserwacht zu einer Vermisstensuche. Geholfen wurde bei der Absicherung des Waldecker Faschingszugs, des Open Air der Troglauer in Kemnath und den Filmaufnahmen an der Fichtelnaab bei Riglasreuth. Der Helfertag in Konnersreuth, das Wasservolleyballturnier sowie interne Veranstaltungen, wie die Vatertagswanderung oder das Dartturnier in Immenreuth, ergänzten Haucks Bericht.

In der Vorschau nahm das 24-Stunden-Schwimmen einen besonderen Platz ein. Dank galt dabei Patrick Strobel. Er spendete drei große Banner, die seit Wochenbeginn für das Event werben. Ein Grillfest mit der Ortsgruppe Immenreuth, der Helfertag in Waldsassen, Tauchübungen und die Radtour am Vatertag sowie das Saisonabschlussfest stehen heuer an. Eingeladen wurde zum Sanitätslehrgang im April. Grundstein für die Arbeit der Wasserwacht ist die Jugend, stellte Vorsitzender Michael Siebenweiber heraus. Er berichtete, dass Gründungsmitglieder der Jugendgruppe immer noch aktiven Dienst leisten und Übungsstunden besuchen. Die positive Bilanz allerdings versalzte ihm die Bürokratie. "Es ist heftig. Es macht keinen Spaß mehr", stöhnte Siebenweiber. Seine Feststellung bestätigte auch Jugendleiterin des Kreisverbandes, Viktoria Seiler.

Viele Stunden am Beckenrand

Technischer Leiter Günther Panzer lenkte die Aufmerksamkeit auf die geleisteten Stunden. Sowohl 2018 wie auch 2019 betrugen diese 4200 Stunden. Davon entfielen 1200 Stunden auf den Dienst am Beckenrand im Hallenbad. Spitzenreiter waren Werner Hübner mit 230,5, Günther Strobel 125,5 und Peggy Mothes-Bayerl mit 123 ehrenamtlich geleisteten Stunden. Der Vorsitzende dankte ihnen für ihren Einsatz.

Von der Ausbildung in der Ersten Hilfe bis zur Eisrettung berichtete Kai Wolf. Der älteste Teilnehmer im Team ist inzwischen 83, freute sich Wolf über dessen Engagement. Die Gruppe der jungen Erwachsenen zählt laut Leiter Uwe Fraunholz 14 Schwimmer. Im Vordergrund standen Ausdauer- und Kraft-Training sowie die Geselligkeit. Bis zu 35 Jugendliche nehmen am Training der Jugend teil. Ohne Unterstützung durch Miriam Schmid und Christian Kreutzer wäre die Leitung der Jugendgruppe nicht zu bewältigen, stelle Kai Wolf fest. Vom Seepferdchen bis zum Jugendschwimmabzeichen in Gold wurden Abzeichen abgelegt. Höhepunkt in diesem Jahr wird das Zeltlager in Immenreuth sein. Der Platz beim Naturerlebnisbad ist bereits reserviert.

Ehrenzeichen für Alois Emerig

Den Zusammenhalt und den Teamgeist in der Wasserwacht drückten die verliehenen Auszeichnungsspangen aus. Geehrt wurden: Alois Emerig für 50, Patrick Strobel für 15 sowie Anna Meier für 5 Dienstjahre. Gleich drei Rettungsschwimmer konnten die Wasserwachtmedaille in Bronze für besondere Verdienste entgegennehmen: Johannes Doleschal und Uwe Fraunholz aus dem Bereich der Jugendarbeit sowie Vorsitzender Michael Siebenweiber für seine langjährige Tätigkeit auch als Technischer Leiter.

Das staatliche, vom Innenministerium verliehene BRK-Ehrenzeichen am Band in Gold durfte Alois Emerig für besondere Verdienste entgegennehmen. Emerig ist nicht nur seit 50 Jahren Wasserwachtler. Er übte zahlreiche Funktionen aus und ist zurzeit für die Finanzen der Ortsgruppe verantwortlich.

Viktoria Seiler, Vertreterin der Kreiswasserwacht, stelle am Schluss insbesondere die vorbildliche Nachwuchsarbeit der Kemnather Wasserwacht als stärkste Gruppe im Kreisverband heraus.

Viktoria Seiler vom Kreisverband und Vorsitzender Michael Siebenweiber ehrten Peggy Mothes-Bayerl, Werner Hübner und Günther Strobel (von links). Die drei leisteten die meisten ehrenamtlichen Stunden am Hallenbad-Beckenrand.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.