29.03.2020 - 13:55 Uhr
KemnathOberpfalz

Abbruchunternehmen Plannerer liefert 600 Atemschutzmasken an Klinken Nordoberpfalz

Das Abbruchunternehmen Plannerer hilft den Kliniken Nordoberpfalz: Die Firma aus Pullenreuth lieferte 600 Atemschutzmasken der höchsten Schutzstufe FFP 3 an den Verbund.

Bei der Übergabe der Schutzmasken vor dem Krankenhaus wurde reichlich Abstand eingenommen. Kurz verzichteten Dr. Gerhard Jilge und Ärztliche Direktorin Elisabeth Eißner auf den Mundschutz. Ihr Dank galt Stephan Plannerer für die Unterstützung mit dringend benötigten Atemschutzmasken.
von Bernhard KreuzerProfil

Das Abbruchunternehmen Plannerer hilft den Kliniken Nordoberpfalz: Die Firma aus Pullenreuth lieferte 600 Atemschutzmasken der höchsten Schutzstufe FFP 3 an den Verbund.

Geschäftsführer Stephan Plannerer übergab am Samstag vor dem Kemnather Krankenhaus an Ärztliche Direktorin Elisabeth Eißner und dem Chefarzt für innere Medizin, Dr. Gerhard Jilge, die Masken. Diese sind nicht alleine für Kemnath reserviert. Je nach Bedarf werden sie an die anderen Hauser der Kliniken Nordoberpfalz weitergegeben. Gerade in den Intensivstationen werden sie benötigt. Die Ansteckungsgefahr ist nach Angaben der Mediziner dort am größten. Das treffe ebenso auf die Operationssäle zu, betonte Elisabeth Eißner bei der Übernahme der drei großen Kartons.

"Wir zählen täglich den Bestand dieser Masken", sagte die Ärztliche Direktorin. Sie werden je nach Bedarf verteilt. "In Kemnath ist es noch relativ ruhig", ergänzte sie. Sie hob aber hervor, auch hier Vorsorge treffen zu müssen, um für einen Ansturm gewappnet zu sein. "Die Masken sind Gold wert", unterstrich Elisabeth Eißner. Gerade gegenüber dem medizinischen Personal und allen Mitarbeitern sah sie eine große Fürsorgepflicht. Ohne sie könnten Patienten nicht optimal versorgt werden. Für Eißner ist es deshalb wichtig, dass sich die Bürger an die auferlegten Ausgangsbeschränkungen halten. "Wir kämpfen für die Bevölkerung", bekräftige sie und verknüpfte dies mit der Bitte, dass alle durch Händewaschen und Abstand halten beitragen, Infektionen mit dem hoch ansteckenden Coronavirus zu vermeiden.

Die von dem Abbruchunternehmen Plannerer abgegebenen Schutzmasken dienen eigentlich dazu, die eigenen Mitarbeiter des Unternehmens vor Erkrankungen zu bewahren. Oft sind diese kontaminierten und giftigen Stäuben bei den Abbrucharbeiten ausgesetzt. Dies erfordert den höchstmöglichen Schutz vor dem Einatmen. Diese Sicherheit bieten die 600 Masken. Sie gehören der gleichen Gruppe an, wie die für den Virenschutz, denn sie filtern die feinen Tröpfchen ab, sagte Stephan Plannerer.

Er entnahm sie aus dem eigenen Bestand. Mit 100 Masken versorgte er bereits die Feuerwehr Pullenreuth. Weitere 400 erhält das Krankenhaus Marktredwitz. Zudem bekommt die Altenpflege der Stadt welche. Ein geringer Vorrat verbleibt beim Unternehmen selbst für die Mitarbeiter, damit die Abbrucharbeiten weitergeführt werden können.

Eigentlich wäre alles kein Problem. Schon im November, als noch keiner von Corona sprach, hatte Plannerer 6000 Schutzmasken bestellt, um seinen Vorrat für dieses Jahr abzudecken. In Wuhan, dort wo die Corona-Pandemie ihren Ausgangspunkt hatte, werden sie produziert. Statt den Schutzmasken erhielt das Abbruchunternehmen im Januar eine Absage der Lieferung. "Wenn wir sie bekommen hätten, wäre der Landkreis in einer glücklichen Lage", bedauerte Stephan Plannerer.

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