Zum dritten Treffen in diesem Jahr hieß Reinhard Schön, Behindertenbeauftragter des Landkreises Tirschenreuth, die kommunalen Behindertenbeauftragten im restaurierten Rathaus willkommen. "Nach 2,5-jähriger Bauzeit und einer investierten Summe von 5,5 Mio Euro kann sich das Ergebnis sehen lassen", meinte Hausherr Bürgermeister Werner. Es sei viel Wert auf Technik, Energetik und Barrierefreiheit gelegt worden. Auch an hör- und sehbehinderte Menschen sei gedacht worden, erklärte er seinen Gästen.
Der Zugang zum Rathaus und zum Erdgeschoss sei absolut barrierefrei gestaltet. Im Erdgeschoss befinde sich eine Übersichtstafel der Ämter im Rathaus mit Blindenschrift (Brailleschrift). Dies gelte auch für die Türschilder. Jeder Mitarbeiter habe einen höheneinstellbaren Schreibtisch. Im Erdgeschoss befinde sich eine behindertengerechte Toilette. Mit einem Aufzug könne man vom Erd- ins erste Obergeschoss gelangen.
Nach diesen Informationen führte Nickl die Gruppe durch das Gebäude. Die helle, qualitativ hochwertige und barrierefreie Gestaltung gefiel den Besuchern. Sie wiesen aber auf die fehlende Farbkennzeichnung der untersten Stufe der Steintreppe zwischen dem Erd- und dem Obergeschoss hin. Reinhard Schön fragte nach, ob bei den Neubauten in der Stadt im Allgemeinen auf die Barrierefreiheit geachtet werde. "Entsprechende barrierefreie Wohnungen fehlen überall. Parterre-Wohnungen sollten komplett barrierefrei sein", sagte der Behindertenbeauftragte des Landkreises
Zum Thema "Digitales Dorf" hatte er Stefanie Baier vom "Leben plus" eingeladen. Dieses biete Bildungsangebote für Senioren und behinderte Menschen in Form von Schulungen/Übungen an digitalen Endgeräten (Smartphone, Laptop, Tablet). Allerdings nur dort, wo es noch keine entsprechenden Angebote gebe, schränkte die Quartiersmanagerin ein.
Es wurde die Frage aufgeworfen, inwiefern behinderte Menschen die Möglichkeit haben, an den Schulungen auch wirklich teilzunehmen. Dies sollte generell kein Problem sein, "im Einzelfall kann auch hier von unserer Seite eine Hilfestellung organisiert werden", versprach Schön. Die Volkshochschule stellt die Referenten, die auch die benötigten Unterlagen besorgen. Pro Schulungsgruppe sollten mehr als 15 Personen teilnehmen. Die Seminar sind für die Teilnehmer und werden derzeit in der Zeitung beworben. Die Anmeldung erfolgt per Formular.
Ein Ganztagsausflug der Behindertenbeauftragten ist am Donnerstag, 26. September, geplant. Am Vormittag werden die Naabwerkstätten in Schwandorf besucht. Nach einem Mittagessen geht es weiter zur Holzkugel (Aussichtsturm) in Steinberg am See. Schön wies auch auf ein Treffen der kommunalen Behindertenbeauftragten am 20./21. September in Bad Gögging hin. Die Anmeldungen ist bei ihm möglich.
Wolfgang Jäger, Leiter des Sozialamtes, informierte die über den Bedarf an ehrenamtlichen Richtern (Schöffen) am Sozialgericht in Regensburg. Eine Bestellung erfolgt für fünf Jahre. Melden können sich deutsche Personen, die in der Oberpfalzwohnen und mindestens 25 Jahre alt sind.
Beim Expertengespräch über das seniorenpolitische Gesamtkonzept zum Thema Inklusion haben sich Schön und Doris Scharnagel-Lindinger eingebracht. Eine Zusammenarbeit von Organisationen wie BRK und AWO mit den Ehrenamtlichen sei nicht gewünscht. Beanstandet wurde die fehlende Barrierefreiheit von Kewog-Wohnungen! Wegen der Kommunalwahlen 2020 ist das rechtzeitige Erscheinen des Sozialberichts 2019 Berichtes fraglich. Dieser erscheint alle fünf Jahre. Das nächste Treffen ist am 23. oder 30. Oktober in Mitterteich.













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